Italien fordert von Österreich Ende der Reisebeschränkungen

Italienische Parteien fordern von Österreich ein Ende der Reisebeschränkungen nach Italien. Die rechte Lega warf Österreich „diskriminierendes Verhalten“ vor.

„Italien besteht aus 20 Regionen, die meisten weisen einen niedrigeren Reproduktionsfaktor auf als einige österreichische Bundesländer. Italien wie eine einzige Sperrzone zu behandeln, ist diskriminierend“, sagte der Südtiroler Lega-Abgeordnete Flippo Maturi.

Kritik ertönte auch seitens der Trentiner Parlamentarier der Lega, die eine Anfrage an den italienischen Außen- und an den Tourismusminister richteten.

„Österreich sollte loyaler sein und die Grenzen öffnen. Wenn Österreich noch die Grenzen geschlossen halten will, soll es dafür Verantwortung nicht nur gegenüber Italien, sondern auch gegenüber Brüssel übernehmen. Wenn man so weitermacht, wird das Schengen-Abkommen bald vollkommen außer Kraft sein. Die italienische Regierung und die EU sollen protestieren“, so die Trentiner Parlamentarier. Sie forderten einen europäischen Plan für den Neustart des Tourismus. Dabei solle jegliche Form von illoyaler Konkurrenz bekämpft werden.

Auch die oppositionelle Forza Italia um Expremier Silvio Berlusconi sprach von „Diskriminierung“ gegenüber Italien in Sachen Reisebeschränkung. Die Forza Italia-Parlamentarierin Deborah Bergamini rief das italienische Außenministerium auf, Druck auf Österreich für die Aufhebung der Reisebeschränkungen auszuüben. „Italien ist nicht Europas Lazarett“, sagte Bergamini.

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