Italien stellt Bedingungen für Milliardenkredit für Fiat

Italien stellt dem Autobauer Fiat Chrysler klare Bedingungen für milliardenschwere Staatshilfen. Der italienisch-amerikanische Konzern mit Hauptsitz in den Niederlanden müsse mit den Staatshilfen Investitionen in Italien garantieren und auf jegliche Form von Delokalisierung verzichten, sagte Italiens Wirtschaftsminister Roberto Gualtieri nach Medienangaben.

Laut dem Minister für Süditalien, Giuseppe Provenzano, muss FCA klare Garantieren zum Erhalt der Arbeitsplätze an den italienischen Standorten garantieren. Angesichts der Fusionspläne Fiats mit dem französischen Autokonzern PSA sei es wichtig, dass Italien nicht von den Synergien benachteiligt werde, die durch den Zusammenschluss entstehen werden.

Fiat Chrysler bestätigte Verhandlungen mit der Regierung in Rom. Es geht demnach um staatliche Garantien für eine dreijährige Kreditlinie über 6,3 Mrd. Euro, die die Bank Intesa Sanpaolo zur Verfügung stellen soll. Der Autobauer unterstrich, das Geld solle dazu eingesetzt werden, die Fabriken in Italien wieder auf Touren zu bringen und die dortigen Zulieferer zu bezahlen.

Das Unternehmen beschäftigt in Italien rund 55.000 Mitarbeiter. Zudem sind zahlreiche Zulieferer und Autohändler in dem von der Pandemie besonders stark betroffenen Land von Fiat Chrysler abhängig. Nach Angaben des Unternehmens trägt die Autobranche 6,2 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei.

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