J. Haydn, A. Wranitzky: Creation

Joseph Haydns großes Oratorium „Die Schöpfung“ existiert in einer Streichquintettfassung auf einem Doppelalbum, das von Gramola auf zwei CDs mit einer Gesamtdauer von 95 Minuten produziert wurde.

Um die Besetzung auf wenige Instrumente zu reduzieren und dadurch die Musik in kleinerem Rahmen aufführen zu können, übertrug Haydn dem seinerzeit bekannten Komponisten Anton Wranitzky die Arbeit eines Arrangements, das dem Orchesterwerk durchaus gerecht wird.

Fragen zum Text ließ er offen, die gesprochenen Rezitative wie auch Passagen des Librettos erfuhren für die Bearbeitung ganz einfach musikalische Erweiterungen. Gewiss eine große Herausforderung für das 2004 gegründete Pandolfis Consort aus Wien, das auf historischen Instrumenten spielt und die Geschichte des göttlichen Wirkens zu einer bildhaften Illustration gestaltet.

Bei den Violinen sind es Maximilian Bratt und Anna Obermayer, auf der Bratsche Elzbieta Sajka-Bachler und Ingrid Rohrmoser und am Cello Günter Schagerl. Der bekannte österreichische Sprecher und Schauspieler Fritz von Friedl hat die Rolle des Erzählers inne, ist also quasi der Evangelist des monumentalen Werkes.

Eine besonders bewegende, interessante Aufnahme, eine Bereicherung für die Sammlung Alter Musik, die nicht nur im Falle von Haydn in dieser Kammermusik-Version so gut wie vergessen ist.

Hörprobe:

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