Jäger dürfen nun Schalldämpfer verwenden

Landtag hob bisheriges Verbot auf — Hiegelsberger: Akustische Belastung wird verringert

Landesrat Max Hiegelsberger (r.) mit Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner
Landesrat Max Hiegelsberger (r.) mit Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner © Land OÖ/Grilnberger

LINZ — Das Verbot, bei der Jagdausübung Schalldämpfer zu verwenden, ist Geschichte. Der Oö. Landtag hat es in seiner Sitzung am Freitag aufgehoben. Dadurch werden die diesbezüglichen Änderungen des Waffengesetzes auch im Oö. Jagdgesetz umgesetzt. „Diese Novellierung dient dem Gesundheitsschutz aller Jäger. Der Schalldämpfer verringert die akustische Belastung durch die Schussabgabe bei der Jagd und trägt daher aktiv zur Gesundheitsförderung bei“, betont der zuständige Landesrat Max Hiegelsberger.

Nun kann jeder der mehr als 19.000 Weidmänner im Land ob der Enns einen Schalldämpfer kaufen und ihn ohne Ausnahmebewilligung nutzen. „Der Einsatz des Schalldämpfers bei der Jagd erhöht die Treffsicherheit noch einmal, da der Rückstoß reduziert und der Mündungsknall gedämpft wird. Das dient auch der weidgerechten Jagd“, begrüßt Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner die Novellierung. Den Knall hört man übrigens trotz Einsatz eines Schalldämpfers, weshalb die Angst unbegründet sei, dass der Wilderei Tür und Tor geöffnet werde, so Sieghartsleitner.

Gehörschäden minimiert, Lärmbelastung verringert

„Mit dem Beschluss wird einer langjährigen Forderung der Oö. Jägerschaft Rechnung getragen“, betonen OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr und OÖVP-Jagdsprecher LAbg. Josef Rathgeb. Die neue Regelung bringe für die Weidmänner eine Minimierung der Gehörschäden und für die Bevölkerung die Vermeidung einer möglichen Lärmbelastung in siedlungsnahen Gebieten.

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