„Jahr der Arbeit und der Zuversicht“

LH Stelzer will in einem Jahr sagen können, „es geht wieder aufwärts“

LH Thomas Stelzer sprach in seiner Neujahrsrede das Leid und die wirtschaftlichen Probleme an, die Corona gebracht hatte, zeigte sich aber auch zuversichtlich, dass 2021 die Krankheit besiegt und die Krise beendet werden könne. © Land OÖ/Mayrhofer

Insbesondere um die Themen Corona und Zuversicht kreisten die Politiker- Botschaften in den Neujahrsreden — sei es in jener von Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder in den Statements der Landeshauptleute. „Ein Jahr der Arbeit, aber auch der Zuversicht liegt vor uns“, meinte etwa LH Thomas Stelzer. Gleichzeitig wünschte er sich, „an dieser Stelle in einem Jahr sagen zu können, es geht wieder besser, es geht wieder aufwärts“.

Seinen Optimismus begründete der Landeshauptmann zum einen mit dem Zusammenhalt im Land und zum anderen mit dem medizinischen Fortschritt. Der Corona-Impfstoff gebe Hoffnung, „die Krankheit zu besiegen und die Krise zu beenden“. Mit den Investitionen aus dem 1,2 Milliarden schweren Oberösterreich-Plan helfe man rasch und schaffe „Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft nach der Krise“, so Stelzer.

„Welche Zukunft?“

Die Zukunft nach Corona sprach auch Bundespräsident Van der Bellen in seiner TV-Rede am Freitagabend an. Einerseits gab er sich zuversichtlich und versprach: „Dieses Jahr wird besser“. Andererseits forderte er, auch dann nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen, wenn die Pandemie unter Kontrolle sei. Die wesentliche Frage für den Bundespräsidenten lautet: „Welche Zukunft wollen wir sehen?“

Die Welt besser bauen

Manche Gewohnheiten von früher seien durchaus problematisch, und man müsse sich entscheiden, ob man wirklich zu ihnen zurückkehren wolle, oder ob man die Welt neu und besser baue als die alte.

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„Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir uns angewöhnen, eine florierende Wirtschaft und eine blühende Natur nicht als Gegensätze zu sehen, sondern als Ziele, die sich gegenseitig bedingen?“, schlug Van der Bellen vor. So gebe es viele neue, klimaorientierte und nachhaltige Technologien, die zum Motor eines neuen Aufschwunges werden könnten.

„Und wie wäre es, wenn wir den schreienden Gegensatz zwischen wohlbehütet und auf der Flucht oder zwischen Arm und Reich abmildern würden?“, meinte Van der Bellen außerdem. Der Bundespräsident betonte auch, dass die Gesellschaft durch gegenseitigen Respekt stärker werde. „Wie wäre es, wenn wir den Trend zur Unversöhnlichkeit und Aggression brechen, den Trend sich in die eigene virtuelle Blase zurückzuziehen und andere Meinungen erbittert zu bekämpfen?“ Van der Bellen appellierte außerdem an die Bevölkerung, „unser wunderschönes Österreich und die liberale Demokratie“, aber auch die Europäische Union wieder mehr zu schätzen.

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