„Jahrhundert-Buhlschaft“ Peters

48-jährige deutsche Burgtheater-Mimin spielt 2020 neben Jedermann Tobias Moretti

Wurde gestern offiziell in Wien als neue Buhlschaft im „Jedermann“ präsentiert: Caroline Peters
Wurde gestern offiziell in Wien als neue Buhlschaft im „Jedermann“ präsentiert: Caroline Peters © APA/H. Punz

Sie ist in Film, Fernsehen und Theater gleichermaßen präsent und beliebt: Caroline Peters wurde in der Krimiserie „Mord mit Aussicht“ als Kriminaloberkommissarin Sophie Haas einem breiten TV-Publikum bekannt und wird nicht nur für ihr komödiantisches Talent an Bühnen im ganzen deutschen Sprachraum geschätzt. 2020 spielt sie nun beim 100-Jahr-Jubiläum am Domplatz in Salzburg neben Tobias Moretti die Buhlschaft im „Jedermann“ und folgt Valery Tscheplanowa nach.

Die 48-jährige Deutsche, die seit 2004 festes Ensemblemitglied des Burgtheaters ist, zählt zu den prominentesten Protagonistinnen des Gegenwartstheaters. Davon zeugen zahllose Auszeichnungen wie der Ulrich-Wildgruber-Preis (2012), die Wahl zur „Schauspielerin des Jahres“ in der Kritikerumfrage von „Theater heute“ (2016 und 2018) und 2018 der „Nestroy“, für den sie zuvor bereits einige Male nominiert war und auch heuer als Anna in „Medea“ von Simon Stone erneut nominiert ist.

„Der Reiz liegt in der ganzen Geschichte“

Peters wurde am 7. September 1971 in Mainz geboren, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken. Bereits während ihres letzten Studienjahres wurde sie von Andrea Breth an die Berliner Schaubühne engagiert. Es folgten Engagements an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen in Hamburg, Köln und Zürich, an der Berliner Volksbühne sowie am Burgtheater.

Bei den Salzburger Festspielen trat Caroline Peters mehrmals auf, im Vorjahr spielte sie in der Regie von Burkhard C. Kosminski eine mitten im Wahlkampf stehende engagierte Kleinstadt-Bürgermeisterin in Theresia Walsers Uraufführung „Die Empörten“.

Zum Reiz der „wichtigsten Nebenrolle“ befragt, meint die künftige Buhlschaft: „Für mich liegt der Reiz des ,Jedermann’-Abenteuers in der gesamten Geschichte. Dass seit 100 Jahren jedes Jahr dafür zusammengekommen wird, fasziniert mich. Dass Max Reinhardt 1920 etwas in Gang gesetzt hat, an dem ich heute direkt teilhaben kann, ist erstaunlich.“

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