Jan Josef Liefers: „Er ist kein pflichtschuldiger Strammsteher“

TV-Thriller „Requiem für einen Freund“ mit Kult-Gerichtsmediziner

Adil Kalaman (Kida Khodr Ramadan, l.) beauftragt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers), ihm sein Geld zu besorgen.
Adil Kalaman (Kida Khodr Ramadan, l.) beauftragt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers), ihm sein Geld zu besorgen. © ZDF/Conny Klein

Nachts klingelt das Telefon bei der Berliner Polizei — eine Staatsanwältin fühlt sich bedroht. Als eine Streife bei ihr daheim eintrifft, liegt sie tot in ihrem Auto.

So beginnt der Thriller „Requiem für einen Freund“, der am Montag (11.1.) um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen ist. Er entstand nach dem gleichnamigen Roman von Elisabeth Herrmann, ebenso wie die fünf Vorgänger aus der Filmreihe um den Rechtsanwalt Joachim Vernau.

Vier Jahre nach dem Vorfall: Vernau (Jan Josef Liefers, Kult-Gerichtsmediziner im Münster-„Tatort“) ist ein geplagter Mann. Zum einen sitzt über seinen ziemlich ungeordneten Unterlagen ein Steuerprüfer namens Fischer (Peter Trabner), zum anderen hat er Schulden.

Doch dann liegt der Steuerprüfer ermordet in Vernaus Wohnung. Außerdem ist sein Anwaltsfreund Sebastian Marquardt (August Zirner) spurlos verschwunden und Vernau wird entführt — dahinter steckt die Kiezgröße Adil Kalaman (Kida Khodr Ramadan).

Das klingt ziemlich kompliziert, ist aber trotz vieler Figuren klug durchdacht und mit vielen Wendungen konsequent erzählt. Drehbuchautor Daniel Bickermann und Regisseur Josef Rusnak haben die literarische Vorlage nahezu brillant umgesetzt. Jan Josef Liefers (56) gibt meist gut gelaunt einen Rechtsanwalt, dessen geradezu beängstigende Naivität an mehreren Stellen ziemlich überrascht.

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„Joachim Vernau ist eine besondere Figur. Er nimmt das Leben so leicht wie möglich, schenkt Vertrauen und gerät auf diese Weise immer an Fälle, die weit über normale Anwaltstätigkeiten hinausgehen. Er ist kein pflichtschuldiger Strammsteher, sondern ein kreativer und emphatischer Typ. Er mag Geld, aber er ist nicht käuflich”, sagt Darsteller Liefers.

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