Japaner lockte Spielsüchtige im Corona-Notstand mit illegalem Poker

Ein Japaner hat die vorübergehende Schließung legaler Spielhallen wegen der Corona-Pandemie ausgenutzt und Spielsüchtige nachts mit verbotenen Pokerrunden angelockt.

Wie der japanische Fernsehsender NHK am Montag meldete, freute sich der 37-Jährige seit vergangenem Monat jede Nacht über regen Kundenzulauf, nachdem die Behörden legale Pachinko-Hallen zur Schließung aufgefordert hatten.

Am Ende flogen die Pokerrunden in einem Hochhaus der Hauptstadt jedoch auf. Der Betreiber wurde wegen illegalen Glücksspiels festgenommen.

Wie ungern viele Japaner auf das Spielen verzichten, zeigte sich auch daran, dass sich einige der legalen und im ganzen Land anzutreffenden Pachinko-Spielhallen zunächst über die Schließungsaufrufe der Behörden hinwegsetzten. Daraufhin griffen die Behörden zu einem ungewöhnlichen Mittel und veröffentlichten die Namen der Spielhallen.

Die auch für ihre grelle Beleuchtung und laute Hintergrundmusik bekannten Pachinko-Hallen sind in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt extrem populär. Metallkugeln werden in der Hoffnung in Automaten geschüttet, dass sie ein Trefferloch finden.

Dabei sitzen die Spieler dicht nebeneinander auf langen Stuhlreihen. Es gibt Sachpreise, die dank rechtlicher Schlupflöcher in Bares getauscht werden können. Dies wird offiziell nicht als Glücksspiel geführt.

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