Jason Mraz: Look for the Good

Dieser Mann muss ein sonniges Gemüt haben — darauf weisen schon die Titel älterer Werke wie „Life Is Good“ (2010) oder „Yes!“ (2014) hin.

Auch wenn die Lage mal (wie derzeit) weniger toll ist, singt Grammy-Gewinner Jason Mraz der Tristesse ein tapferes „Look For The Good“ entgegen, also: Such’ nach dem Guten! So heißen dann auch seine neue Studioplatte und ihr Eröffnungssong, der mit seinem entspannten Reggae-Pop-Feeling tatsächlich allerbeste Sommerlaune verbreitet. „Als ich das Album geschrieben habe, war mir nicht bewusst, wie zeitgemäß seine zentrale Botschaft sein würde“, sagt der 42-jährige US-Amerikaner mit Blick auf die Corona-Krise.

Reggae-Experte Michael Goldwasser (Steel Pulse, Toots and The Maytals) produzierte das siebente Mraz-Studioalbum in Südkalifornien. Beide verstehen es, leichte (selten seichte) Melodien, federnde Rhythmen und aufmunternde Texte zu kombinieren, ohne sich aber am Tiefgang eines Bob Marley oder Peter Tosh zu versuchen.

US-Schauspielerin Tiffany Haddish und die Jamaikanerin Sister Carol begleiten Mraz in „You Do You“ und „Time Out“ — im Mittelpunkt steht aber die freundliche Stimme des Popstars aus dem Bundesstaat Virginia. Schmuse-Reggae für schwere Zeiten — darum geht es dem 2010 mit zwei Grammys dekorierten Singer-Songwriter.

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