Jede 4. Bürgermeisterin amtiert in Oberösterreich

Heimische Gemeindestuben werden weiblicher

Österreichs Gemeindestuben werden weiblicher, der Frauenanteil steigt stetig: Zum Weltfrauentag (8. März) gibt es bundesweit 197 Bürgermeisterinnen, das sind 16 mehr als im Vorjahr und entspricht mittlerweile einem Anteil von fast zehn Prozent. „Wir freuen uns, dass jedes Jahr mehr Frauen im Kreis der Kommunalpolitiker zu finden sind. Natürlich gibt es Luft nach oben, doch die Zahlen zeigen, wir sind am richtigen Weg“, sagt Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl. Im Bundesländervergleich schneidet Niederösterreich derzeit mit 74 Bürgermeisterinnen am besten ab, gefolgt von Oberösterreich mit 48 und der Steiermark mit 22 Frauen an der Spitze.

Das bedeutet zugleich, dass schon jede vierte Bürgermeisterin Österreichs in Oberösterreich amtiert und dass die beiden Nachbarbundesländer OÖ und NÖ zusammen fast zwei Drittel aller Bürgermeisterinnen stellen — und somit besonders frauenfreundlich und fortschrittlich sind. Ein Grund, warum immer noch viele Frauen vor kommunalen Spitzenpositionen zurückscheuen, ist die Mehrfachbelastung durch Beruf und Familie. Positive Auswirkungen hatte die Corona-Krise für sie in dem Sinne, dass sich das öffentliche Leben vielerorts ins Internet verlagerte und Veranstaltungen per Videokonferenz stattfanden. „Das ermöglicht Amtsinhabern mit kleinen Kindern, von zu Hause aus am Geschehen teilzuhaben“, erklärt Riedl.

„Junge Frauen in ländlichen Regionen sehen häufig nur begrenzte Perspektiven für Ausbildung und Beruf, was im schlimmsten Fall zur Abwanderung führt. Für sie sind weibliche Führungskräfte wie zum Beispiel Bürgermeisterinnen ein wichtiges Vorbild. Sie zeigen, dass es für Frauen auch am Land möglich ist, ihre beruflichen Ziele zu erreichen“, sind sich die beiden Gemeindebund-Vizepräsidentinnen Bgm. Sonja Ottenbacher und Bgm. Roswitha Glashüttner einig.

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