Jede fünfte Schwangere raucht

OÖGKK warnt mit Kampagne: Auch kalter Rauch ist extrem schädlich

LINZ – Die Giftstoffe, die beim Rauchen entstehen, sind noch Monate nach der letzten Zigarette in Innenräumen präsent. Der kalte Rauch verkriecht sich nicht nur in Vorhänge und Teppiche, sondern auch auf Möbel Wänden und Spielzeug zu finden.

Gerade für kleine Kinder, die herumkrabbeln, ist die Gefahr, die davon ausgeht, enorm. Mit einer neuen Kampagne in der Reihe „Von Anfang an …“ will die oö. Gebietskrankenkasse werdende und Neo-Eltern darauf aufmerksam machen.

Wie die Wohnung rauchfrei wird

„Das beste wäre, wenn nicht nur die Schwangere, sondern auch ihr Partner zum Rauchen aufhörten“, betonten OÖGKK-Obmann Albert Maringer und Direktorin Andrea Wesenauer bei einem Pressegespräch in Linz. Wenn dies aber nicht gelingt, sollte zumindest die Wohnung rauchfrei werden. Mit einer Safety-Card wird erläutert, welche Vorkehrungen man treffen muss, um die Schadstoffe nachhaltig aus dem Wohnumfeld zu verbannen und wie man den Rauch auch von draußen nicht mehr in die Wohnung zurückbringt.

Für die Schwangere und ihren Partner gibt es auch das Angebot, sich in einem kostenlosen Einzelgespräch das Rauchen abzugewöhnen – generell gibt es eine Reihe von Entwöhnungskursen. Denn noch immer raucht in Österreich jede fünfte Schwangere. Entsprechend hoch ist hierzulande die Zahl der Frühgeburten. Studien belegen, dass Kinder, die in Raucherhaushalten leben, mehr Asthma sowie Probleme mit der Lunge und den Bronchien haben. Auch ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, tritt bei diesen Kindern häufiger auf.

17 Prozent der Bevölkerung greifen hierzulande täglich zum Glimmstängel, weitere zwölf Prozent gelegentlich. Gerade unter den Lehrlingen ist jeder zweite Raucher.

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