Jede zweite Reparatur in markenunabhängiger Kfz-Werkstätte

Die Interessenvertretung der markenunabhängigen Kfz-Werkstätten hat heute auf ihre Bedeutung hingewiesen und vor Verschlechterungen für die Konsumenten gewarnt. „Rund 50 Prozent der Kfz-Reparaturen werden in markenunabhängigen Werkstätten erledigt“, rechnete Walter Birner, Vizepräsident der europäischen Vereinigung der freien Kfz-Teilehändler und -Werkstätten (FIGIEFA) vor. Die 4.500 freien Werkstätten in Österreich würden dafür sorgen, Mobilität leistbarer zu machen.

„Vielfach herrscht noch der Irrglaube, dass freie Teilehändler keine Originalteile verwenden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Hersteller von Fahrzeugen lassen ihre Teile zum Großteil von Dritten produzieren. Und genau von diesen beziehen auch die freien Teilehändler ihre Ersatzteile und garantieren so, dass immer die originalen Markenersatzteile verbaut werden“, so Birner.

Während die Automobilimporteure und der Kfz-Handel die Politik zu einer Verschrottungsprämie drängen – mit dem Argument, dass damit alte „Stinker“ aus dem Verkehr gezogen würden – plädiert Birner für „Reparieren statt Verschrotten“. „Über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges betrachtet – von der Produktion bis zur Entsorgung -, ist es besser, ein Fahrzeug zu reparieren und damit zu erhalten, anstatt es durch ein neues zu ersetzen“, rührt Birner die Werbetrommel für seine Branche.

Und er appelliert an die Erzeuger: „Autos müssen darum reparaturfähig sein. In vielen Industriezweigen ist es üblich geworden, Produkte so zu konstruieren, dass eine Reparatur gar nicht mehr möglich ist. Das ist eine Verschwendung von Ressourcen.“

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