Jeep Wrangler: Geiles Gefährt

Mit einem Dauergrinser oben ohne durchs Gelände: Das klappt mit dem Jeep Wrangler hervorragend.

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Ältere Semester oder 1980er-Jahre-Liebhaber werden sich vielleicht noch an den Popsong „Geil“ von Bruce & Bongo erinnern können.

Zu einem eher sinnentleerten Text – „ich bin geil, Du bist geil, wir sind geil“ – kam ein einprägsamer Synthie-Uptempo-Beat: Und fertig war der Hit.

Nun sind wohl Bruce & Bongo eher dem Phänomen One-Hit-Wonder zuzuordnen, denn an diesen großen Erfolg aus dem Jahr 1986 konnten die beiden Briten nicht mehr anknüpfen.

Typenschein

Jeep Wrangler Unlimited Sahara

Preis: ab € 77.030,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 84.578,- inklusive Metallic-Lackierung € 1406,-, Overland Paket € 4736,- beheizbare Frontsitze € 370,- und Sicherheitspaket € 1036,-; einen Jeep Wrangler (Sport) gibt es ab € 65.630,-
NoVA/Steuer: 15 %/ € 1373,76 jährlich
Garantie: 2 Jahre ohne km-Begrenzung, plus 2 weitere Jahre mit kostenlosem Jeep Care-Paket bis max. 120.000 km, 2 Jahre Lackgarantie, 7 Jahre gegen Durchrostung
Service: laut Serviceheft bzw. Bordcomputer

Technische Daten:
Motor: R4, 16V, Common-Rail, Turbolader, Partikelfilter, 2143 cm³, 147 kW/200 PS bei 3500 U/min, max. Drehmoment 450 Nm bei 2000 U/min
Getriebe: Achtgangautomatik
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 9,6 s
Leistungsgewicht: 10,23 kg/PS
WLTP-Verbrauch: 9,4 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 10,7 Liter
CO2-Ausstoß: 192 g/km
NOx: 0,0339 g/km; Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 4882/1894/1891 mm
Radstand: 3008 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 2046/2630 kg
Kofferraum: 548-1059 Liter
Tank: 81 Liter (Diesel)
Reifen: 4 x 255/70 R18 113T auf 18“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/ACC/LKA/TPMS
Airbags: 6

Geländedaten:
Bodenfreiheit: 242 mm
Böschungswinkel vorne/hinten: 35,4°/30,7°
Rampenwinkel: 20°
Wattiefe: 760 mm

Anders ist es beim Jeep Wrangler, denn diese amerikanische 4×4-Urgewalt verkauft sich seit Produktionsstart im Jahr 1987 fantastisch – dabei liegt der Einstiegspreis bei sportlichen 65.630 Euro.

Und Stichwort Sport: Der Einstieg über die schmalen Trittbretter gerät schon zur Kletterpartie. Kein Wunder: Beträgt die Bodenfreiheit des Wrangler satte 242 Millimeter. Dafür kommt dann gleich der Dauergrinser, denn das Cockpit des kantigen, rustikalen Gefährten mit seiner steil aufsteigenden Windschutzscheibe und den wuchtigen 18er-Alus ist einfach geil.

Dieser hochwertig verarbeitete Innenraum besticht nämlich durch eine klare, rustikale Formensprache, einfache Bedienung, gute Ergonomie und feine Design-Details, wie beispielsweise die Jeep-Silhouette auf dem silbernen Schaltknauf für die Achtgangautomatik.

Selbstredend ist der Platz vorne mehr als ausreichend – auch im Fond sitzt man bequem, wobei man aufgrund der 4,88 Meter Länge vielleicht etwas mehr Kniefreiheit erwartet hätte. Die Länge ergibt sich auch aufgrund der wuchtigen Stoßstange, die den Wrangler optisch in die Länge streckt und wohl jeden Baumstumpf niederstreckt, der da so in der Gegend steht.

Kein Wunder ist dann auch, dass es vor allem im Gelände mit dem Fünfsitzer stoisch, unbeirrbar und nahezu unaufhaltsam über Stock und Stein geht. das gewährleisten unter anderem der variable Allradantrieb, 200 PS aus dem laufruhigen 2,2-Liter-Dieselaggregat, 242 Millimeter Bodenfreiheit, 450 Newtonmeter maximales Drehmoment, 35,4 Prozent Böschungswinkel vorne sowie die Untersetzung.

Der Dauergrinser wird also immer breiter und breiter, wenn man durchs Gelände pflügt; bis man wieder die Straße unterm Zweitonner spürt. Denn das Schiff schwimmt ganz schön auf dem Asphalt, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten.

Da zeigt sich die im Gelände so treffsichere Lenkung plötzlich schwammig und indirekt, dafür gibt sich das Fahrwerk überraschend komfortabel und die Wankneigung in schnellen Kurvenpassagen hält sich auch in Grenzen – die Sicht nach hinten ist jedoch schlichtweg katastrophal, und zwar nicht nur wegen des Reserverads, aber zum Glück hat der Wrangler in der Ausstattungslinie Sahara serienmäßig eine Rückfahrkamera an Bord.

Nebenbei gesagt gibt sich der Wrangler mit Kinkerlitzchen wie einem Eco-Modus nicht ab: Daraus resultiert ein Verbrauch von mehr als zehn Litern, das ist aber in der Liga normal. Die Helferlein sind darüber hinaus zahlreich vertreten und natürlich eignet sich der Wrangler auch als Transporteur: Das erlauben die 548 Liter Kofferraumvolumen, die sich auf 1059 Liter erweitern lassen.

Das Tüpfelchen auf dem i ist schlussendlich die Oben-Ohne-Option: Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Karosserieteile entfernen, beispielsweise die Dachmodule über Fahrer und Beifahrer, und fertig ist das Cabrio-Offroad-Feeling. Nur der Vollständigkeit halber erwähnt: Natürlich öffnet die Hecktüre seitlich und gebremst zieht der Wrangler bis zu 1,5 Tonnen.

Fazit

Der wahre Offroader ist einfach ein geiles Gelände-Gefährt.

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