Jeff Goldblum: I Shouldn’t Be Telling You This (Universal)

Eine überaus gelungene Überraschung war 2018 die erste Studioplatte von Hollywoodstar Jeff Goldblum als Jazzpianist. Ein Jahr später präsentiert der 67-Jährige einen weiteren Coup: Mehrere tolle Pop- und Rocksängerinnen begleiten den US-Schauspieler auf seiner zweiten Jazzexkursion, für die er wieder mit dem Mildred Snitzer Orchestra arbeitete. Auf dem neuen Album „I Shouldn’t Be Telling You This“ gibt es feine Cool-Jazz-Instrumentals (etwa Herbie Hancocks „Driftin’“ oder „The Cat“ von Lalo Schifrin). Für „Make Someone Happy“ bittet Goldblum den großen Jazz-Balladensänger Gregory Porter ans Mikro. Besonders eindrucksvoll aber gestaltet der Schauspieler die Zusammenarbeit mit seinen weiblichen Gästen. Indiepop-Sängerinnen wie Sharon Van Etten und Anna Calvi wagen sich mit Goldblum auf Jazzterrain. Die in Rockkreisen mittlerweile sehr anerkannte Miley Cyrus erstaunt mit ihrer Interpretation von „The Thrill Is Gone“/„Django“. Und die fabelhafte Fiona Apple feiert mit „Don’t Worry ‘Bout Me“ ein kleines Comeback. „I Shouldn’t Be Telling You This“ macht also Riesenspaß. Und mehr noch: Goldblum, der 2015 mit 63 Jahren zum ersten Mal Vater wurde und seit vorigem Jahr mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame vertreten ist, bestätigt damit ein weiteres Talent neben der Schauspielerei. Er ist auch als Musiker richtig cool. WH

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