Jetzt fix: Grünes Licht für S10

Weitere Einsprüche abgewiesen — Projekt endgültig genehmigt

s10

Jetzt ist es fix: Die OÖ. Landesregierung als zuständige Behörde zur Durchführung des teilkonzentrierten Genehmigungsverfahren erlässt für das Straßenbauvorhaben: „S10 Mühlviertler Schnellstraße, Abschnitt Freistadt Nord – Rainbach Nord“, nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung den Genehmigungsbescheid.

Wie berichtet, fand das zweite teilkonzentrierte Verfahren des Landes OÖ. mittels einer mündlichen Verhandlung am 4. April im Gasthaus Blumauer in Rainbach statt. Die Einsprüche, die auch schon gegen den UVP-Bescheid eingereicht und in Wien bereits verhandelt und abgewiesen wurden sowie drei weitere Einwendungen von Anrainern, die im Inhalt und Substanz ähnlich waren, wurden auch in diesem Verfahren abgewiesen.

Rainbachs Bürgermeister Günter Lorenz zeigte sich gestern erleichtert: „Ein großer Tag für Rainbach aber auch für unsere Region und ganz Oberösterreich! Endlich steht dem Weiterbau nichts mehr im Wege. Mit diesem Bescheid ist das Projekt gänzlich genehmigt und ein jahrzehntelanges Ringen hat sich ausgezahlt. Jetzt geht es weiter, um mit dem letzten Abschnitt von Kerschbaum bis Wullowitz den tatsächlichen Lückenschluss bis zur Staatsgrenze zeitnah umzusetzen.“

Erleichterung auch bei Asfinag-Projektleiter Leopold Lechner: „Aufbauend auf die Projektgenehmigung wird die Asfinag schon im August 2022 die vorgezogenen Maßnahmen zur Umsiedlung der Schmetterlinge wie den Wiesenknopfameisenbläuling setzen.“

Baubeginn im September 2023

Solche Naturschutzmaßnahmen sind ein Jahr vor Baubeginn umzusetzen damit die Tiere die Ersatzhabitate auch annehmen und der Baubeginn im September 2023 erfolgen kann. Die Grundeinlöseverhandlungen werden weiter intensiviert, 50 der 72 Grundbesitzer haben bereits gütlich zugestimmt und die Verträge unterschrieben.

Weitere Gespräche mit allen Grundeigentümern werden bis Juni erfolgen. Die Planung des Bauprojektes laufen auf Hochtouren und die Ausschreibungsveröffentlichung ist noch im Dezember des heurigen Jahres vorgesehen. Der erste Bauabschnitt wird der 996 Meter lange Tunnel Vierzehn sein. Die Verkehrsfreigabe des gesamten Abschnitts ist für Anfang 2027 angestrebt.

„Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Grundeigentümern und der Asfinag liegt das Projekt noch im Zeitplan. Auch die Planungen für den letzten Abschnitt bis zur Grenze laufen an, damit ein kontinuierlicher Weiterbau gewährleistet wird“, so Lechner.

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