„Jetzt versteh‘ ich Schwanenstadt!“

Oldtimer-GP: Ein Zweiradfest mit 32-WM-Titeln am Start und einer Rennpremiere

Flott ist der 15-fache Motorrad-Weltmeister Giacomo Agostini auch mit 76 Jahren immer noch.
Flott ist der 15-fache Motorrad-Weltmeister Giacomo Agostini auch mit 76 Jahren immer noch. © SMP/Binder

„Schwauna“ war wieder eine Reise wert. Das Aufgebot an Weltklassepiloten beim Oldtimer Grand Prixkonnte sich sehen lassen, so standen im brechend vollen Bierzelt Fahrer mit gleich 32 Weltmeistertiteln in der Vita auf der Bühne und auch auf dem Biertisch. Seitenwagen-Legende Rolf Biland und Ex-Honda-Treiber Wayne Gardner drehten nämlich nicht nur auf der Strecke, sondern auch bei einer Tanzeinlage richtig auf.

Mit ernsten Folgen für Gardner, der dank Biland motorsportliches Neuland befahren sollte. Am Sonntagmorgen „durfte“ der Australier zwei Rennrunden im Beiwagen bei Altmeister Biland absolvieren, „ein Wahnsinn“, war der zweifache Champion heilfroh, wieder im Sattel seiner Honda zu sitzen. Auch, weil diese vom Feldkirchener Herbert Gastinger perfekt aufgebaute und eingestellte Maschine exakt jenem Gerät entsprach, mit dem Gardner beim Langstreckenrennen in Suzuka zum Sieg gebraust war.

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Weniger Glücksmomente im Rennen waren Rekordweltmeister Giacomo Agostini beschieden, der Lombarde musste seine MV Agusta mit Vergaserproblemen vorzeitig abstellen. „Ago“ genoss den Ausflug nach „Schwauna“ dennoch, er schlüpfte spontan in die Rolle des Empfangskomitees und winkte seine Rennkollegen bei der Zieldurchfahrt ab. Zudem gab der 77-jährige Zweirad-Grande noch ein Versprechen ab. Sollte Reporterin Lisa Mayrhofer in zwei Jahren wieder Interviews machen, würde er bestimmt wiederkommen. Lisa wird da sein, versprochen! Agostini wird nicht der einzige sein, der gerne wiederkommt, meinte doch Wayne Gardner zum Abschied: „Jetzt versteh‘ ich Schwanenstadt!“

aha