Joe Biden als neuer US-Präsident freudig begrüßt

Die Angelobung von Joe Biden als US-Präsident ist am Mittwoch sowohl in Österreich als auch international begrüßt worden. „Europa und die USA teilen viele gemeinsame Werte und unsere starke Partnerschaft ist zentral, um globale Herausforderungen wie die Bewältigung der Corona-Pandemie oder den Klimawandel zu bekämpfen“, twitterte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) gratulierten auf Twitter.

Van der Bellen richtete an Biden und dessen Vizepräsidentin Kamal Harris „herzlichste Glückwünsche“. „Mit dem Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen, eröffnen wir ein neues Kapitel im gemeinsamen Kampf gegen die Klimakrise“, schrieb Van der Bellen. Die „großen Herausforderungen unserer Zeit“ seien nur durch internationale Zusammenarbeit zu meistern, so Van der Bellen. „Ich freue mich, dass die USA wieder an Bord sind. Die EU und Österreich stehen bereit!“

„Mit seiner moderaten, überlegten und verbindenden Art ist @JoeBiden genau der Richtige, um die von Trump hinterlassenen Gräben und Brüche zu überwinden und die Risse im Fundament der US-Demokratie, die der Sturm aufs Capitol aufgezeigt hat, wieder zu kitten“, schrieb Kogler. Er freue sich auf ein Comeback der USA beim internationalen Klimaschutz und der multilateralen Kooperation. Ein erstes gutes Zeichen sei, dass die USA wieder ein tragendes Mitglied der Weltgesundheitsorganisation WHO werden würden, so Kogler.

„Die Biden-Harris-Regierung hat als erste Amtshandlung ihr Engagement in der WHO wieder aufgenommen. Dieser Schritt bedeutet einen Wendepunkt in der globalen Gesundheitskrise“, zeigte sich auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erfreut. „Das ist ein großer Schritt in Richtung Zusammenarbeit und gemeinsamer Lösung der großen Krisen.“

Auch Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) gratulierte auf Twitter und schrieb, er freue sich auf eine „enge Kooperation“, um die „Herausforderungen von heute und morgen“ zu bewältigen. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) teilte in einer Stellungnahme gegenüber der APA mit, „die transatlantischen Beziehungen unserer Unternehmen“ seien ein Motor für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich. Immerhin exportierten österreichische Unternehmen jährlich Waren im Wert von zehn Milliarden Euro in die USA. „Jetzt braucht es einen gemeinsamen Kraftakt, um die Pandemie und die Weltwirtschaftskrise zu bekämpfen“, so Schramböck. Österreich stehe als verlässlicher Partner bereit. „Der Albtraum ist vorbei“, twitterte indes die SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner.

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Auch auf internationaler Ebene wurde Biden zahlreich beglückwünscht. So wünschte etwa der Papst dem neuen Präsidenten in einem Schreiben viel Erfolg. Er bete zu Gott, damit er Biden „Weisheit und Kraft“ bei der Amtsausübung sichere, so Franziskus. EU-Ratspräsident Charles Michel äußerte nach der Vereidigung Bidens die Hoffnung auf einen Neuanfang in den Beziehungen zu Washington. Es sei an der Zeit, zu „gesundem Menschenverstand“ zurückzufinden „und unsere Beziehungen zwischen der EU und den USA zu erneuern“, schrieb Michel. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen twitterte: „Die USA sind zurück. Und Europa steht bereit.“

„Auf eine gesündere, fairere, sicherere und nachhaltigere Welt“, schrieb der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, auf Twitter. „Heute ist ein guter Tag für die Demokratie“, sagte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßte die von Biden angekündigte Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen. Glückwünsche gab es unter anderen auch vom britischen Premier Boris Johnson, dem italienischen Premier Giuseppe Conte, Spaniens Premier Pedro Sanchez, dem israelischen Premier Benjamin Netanyahu, dem kanadischen Premier Justin Trudeau und Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador.

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