Johann Nepomuk David — Orgelwerke Vol. 2

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Der aus Oberösterreich stammende Konzertorganist und Professor an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Roman Summereder, ließ seiner ersten Folge von Davids Orgelwerk das zweite Album folgen.

Das traf sich gut zum 125. Geburtstag von Johann Nepomuk David am 30. November 2020, dem nach Bruckner wohl bedeutendsten Komponisten Oberösterreichs. Die Leidenschaft für eine genaue Untersuchung der Persönlichkeit David klingt aus der gründlich aufbereiteten, chronologischen Werkaufstellung.

Es ist bewundernswert und lehrreich, wie es Summereder schon in seiner Einführung im Booklet gelungen ist, komplexe Zusammenhänge in Davids Entwicklung wissenschaftlich zu durchleuchten und in seinem Spiel nachvollziehbar werden zu lassen.

Auch die Wahl der Instrumente, für die frühen Kompositionen auf der Mahrenholz-Furtwängler-Orgel der Marienkirche Göttingen, die späteren auf der Bruckner-Orgel in St. Florian, zeigt auf, wie sehr es Summereder auch um die geeigneten klang- und spieltechnischen Möglichkeiten der Instrumente ging.

Dass David trotz aller Gegenbewegungen der Polyphonie und dem harmonischen Denken treu blieb, mag ein phänomenales Zeichen in seinem Schaffen sein, macht aber dieses zugleich zeitlos. Vom jugendlichen Reger-Erlebnis kündet einleitend die f-Moll Toccata und Fuge (1928) in ihrer Klangarchitektur eine Bruckner-Hommage, darauf folgt die Fantasia „ L’homme armé“ aus den Jahren von Davids Selbstfindung (1928/30).

Und dann geht es an das Choralwerk Davids, von III (1932) Toccata und Choral „In dich hab ich gehofft, o Herr“, zu VIII mit dem Engelskonzert in drei Sätzen, und Choralwerk XIV (1962) mit seinen fünf Orgelfantasien, deren monumentale Themen Summereder zum Aufblühen großer Meisterschaft führten.

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