Josquin des Préz — Stile Antico: The Golden Renaissance

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In den letzten Jahrzehnten hat das Interesse an „Alte Musik“ deutlich zugenommen. Was Vokalkompositionen betrifft, ist der Markt aber weniger massiv bestückt, wenn man eigens gegründete Spezialensembles hören will, die ausnahmslos auf die menschliche Stimme angewiesen sind. Eines der wenigen hat Decca für ein Album entdeckt, das zum 500.

Todestag von Josquin des Préz eine ehrwürdige Hommage für den Komponisten darstellt. Viel wird meist nicht berichtet von ihm, dafür aber, dass der Komponist zu Lebzeiten sehr berühmt war und nur wenige Jahre nach seinem Tod 1521 als „Klassiker“ bezeichnet wurde. Man darf annehmen, dass Interpreten seiner Musik eine Affinität und auch speziell geschulte stimmtechnische Voraussetzungen mitbringen, damit der goldene Renaissancestil in größter Authentizität den Hörer erreicht.

Wie ein Geschenk des Himmels hört sich der Vortrag dieses 12-köpfigen britischen für den Grammy nominierten Vokalensembles an, dessen instrumental geführte Stimmen eines jeden einzelnen Mitglieds erstaunlich farbige Klangteppiche zaubern. Die Programmfolge führt 12 Stücke an, ein Wunder an polyphoner Mehrstimmigkeit in unterschiedlicher Kunstfertigkeit gesetzt mit unterschiedlichen Inhalten.

Josquins tiefe Verehrung für Maria zeichnet vierstimmig die Motette Ave Maria aus, oder ein Kanon mit der Widmung der unbefleckten Empfängnis Mariens oder ein Salve Regina, eine der Marianischen Antiphone. Als berühmteste Vertonung erklingt auf der CD auch das Spätwerk, gründend auf Gregorianische Choräle.

Und die Weltersteinspielung des kürzlich aufgefundenen Chansons „Vivrai je toujours“ ist eine echte Überraschung. Motetten von Josquins Zeitgenossen wie Hieronymus Vinders oder Jaquet von Mantua ergänzen sinnvoll die Aufzeichnung.

Hörprobe:

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