Jugend-Gang beging 47 Delikte: 40.000 € Schaden

Linzer Polizei klärte gleich zwei umfangreiche Straftaten-Serien — 37-Jähriger Asylwerber soll 34 Autos demoliert haben

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LINZ — Die Linzer Polizei hat zwei Straftaten-Serien mit einem Gesamtschaden von rund 85.000 Euro geklärt. Sie wies einem 37-Jährigen nach, dass er 34 Autos demoliert hat und einer Jugendbande, dass sie für 47 Delikte verantwortlich ist.

Einem Asylwerber aus dem Irak, der sich ursprünglich im Polizeianhaltezentrum Vodernberg in Schubhaft befunden hatte, aber bei einem Aufenthalt im Krankenhaus Leoben am 10. April geflüchtet und in Linz untergetaucht war, wird vorgeworfen, dass er bis zu seiner Festnahme am 22. April in Linz 34 Vandalenakte an Autos verübt hat. Eine Polizistin wies dem 37-Jährigen in akribischer Kleinarbeit den Zusammenhang zwischen seinem Aufenthalt in Linz und den Sachbeschädigungen so detailliert nach, dass ihm danach nicht anderes übrig blieb, ein Geständnis abzulegen. Der Schaden bei dieser Serie beträgt rund 45.000 Euro.

Sechs Burschen mit krimineller Energie

Sechs Burschen im Alter von 14 bis 17 Jahren sollen seit April 2017 Diebstähle aus unversperrten Autos, aus Firmen, Lokalen und Geschäften verübt haben. Auf ihr Konto gehen auch Sachbeschädigungen, in zwei Fällen der unbefugte Gebrauch von Fahrzeugen und ein Kennzeichendiebstahl. Die Beschuldigten sind großteils geständig. Bei den Diebstählen hatten sie es vor allem auf Bargeld und elektronische Geräte abgesehen. Der Gesamtschaden beträgt rund 40.000 Euro. Die Tatorte lagen in mehreren Bezirken. Noch während der Ermittlungen wurden zwei Verdächtige, beide 15 Jahre alt, bei einem Diebstahl in Wels geschnappt. Die ortsansässigen Haupttäter sitzen in U-Haft. Die anderen Verdäcthgien aus Marchtrenk, Traun, Gaspoltshofen und Linz – alle Österreich mit Migrationshindergund – wurden angezeigt.