Justin Bieber: Justice

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„Justice“ hat der kanadische Popstar Justin Bieber sein neues Album getauft. Von der titelgebenden Gerechtigkeit, in welcher Form auch immer, ist darauf allerdings nichts zu hören — mal abgesehen von zwei äußerst deplatziert wirkenden Sprachsamples der US-Bürgerrechtsikone Martin Luther King.

Der 27-jährige Bieber ergeht sich in diesen 45 Minuten vorzugsweise in Glaubens- und Liebesschnulzen. War schon das Vorgängeralbum „Changes“ (2020) eine Liebeserklärung an seine Ehefrau Hailey Baldwin Bieber, so wiederholt sich nun dieses Spiel.

Nach einem kurzen Auszug einer Rede von King, beginnt das Album mit der ruhigen Klavierballade „2 Much“, bevor im Folgetrack „Deserve“ zumindest ein Auge in Richtung Tanzfläche schielt, wenn über einem flotteren Beat Belanglosigkeiten wie „the way your body fits on mine“ geträllert werden.

Und damit ist eigentlich die gesamte, musikalische wie emotionale Bandbreite von „Justice“ abgesteckt. Mal melancholisch und reduziert wie in „Off My Face“, dann wieder etwas grooviger wie in „Die For You“, macht Bieber keine Anstalten, seinen Pop in eine überraschende Richtung zu lenken. Da hilft es auch nichts, dass sich Bieber eine ganze Armada an Gaststars und großen Namen ins Studio geholt hat.

Hörprobe:

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