JVP-Bundestag wird heuer hybrid

Claudia Plakolm soll am 15. Mai zur neuen Bundesobfrau gekürt werden

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Das Corona-Virus hat der Jungen ÖVP erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht: Der für ursprünglich letzten Herbst geplante und ins erste Halbjahr verschobene Bundestag kann nach wie vor nicht in der normalen Form stattfinden.

Die Bundesleitung hat sich daher dazu entschieden, den 27. Bundestag am 15. Mai nur als Hybridveranstaltung abzuhalten. Die knapp 250 Delegierten werden nach derzeitigem Stand die Möglichkeit haben, sich unter Einhaltung eines sehr strengen Präventionskonzeptes im jeweiligen Bundesland im kleinen Kreis zu treffen.

VOLKSBLATT: Es wurde gehofft, dass man den Bundestag „normal“ abhalten kann. Warum hat man sich jetzt für eine Hybrid-Variante entschieden?

PLAKOLM: Natürlich hätten wir uns gewünscht, den Bundestag physisch abzuhalten, aber wir haben jetzt ein sehr cooles hybrides Format entwickelt, wo man einerseits in den Bundesländern in kleinen Gruppen zusammenkommen und andererseits trotzdem alle Sicherheitsvorkehrungen einhalten kann.

Wie kann man sich einen hybriden Bundestag vorstellen, es muss ja auch die Wahl abgehalten werden?

Es ist ein bisschen wie der Eurovisionssongcontest. Der Bundestag per se findet in der Messe Wien statt, dort werden aber nur die Bundesleitung und wenige Ehrengäste vor Ort sein. In den Bundesländern werden sich die Delegierten in kleinen Gruppen treffen und quasi ein Public-Viewing machen, wie beim Songcontest wird es von dort Videoschaltungen geben. Und da wir als JVP immer wieder E-Voting eingefordert haben, werden wir es auch vorleben und am 15. Mai digital abstimmen – sowohl über das Team als auch das inhaltliche Programm und das neue Statut werden die Delegierten via Handy abstimmen.

Corona hat aber auch viele andere unangenehme Nebenwirkungen – gerade für die Jugend. Was war das Schlimmste?

Kinder und Jugendliche sind zwar von schweren Erkrankungen nicht so betroffen, aber bei den sozialen und physischen Folgen gehören sie zur Risikogruppe Nr. 1. Und es ist ganz klar, dass bei Öffnungsschritten Kinder und Jugendliche höchste Priorität haben müssen. Dort wo es möglich ist, wurde es auch probiert, etwa bei den Schulen. Immer auch mit Fokus auf die Jüngeren.

Was braucht es noch?

Es ist wichtig, dass man wieder in Kontakt mit Gleichaltrigen kommt. Und da gibt es nicht nur die Schule, sondern auch den ehrenamtlichen Bereich, den Sport, die Musik. Ich persönlich habe etwa schon fast ein Jahr lang nicht mehr in die Posaune geblasen und keine „Musi-Probe“ gehabt. Gerade die Jugendvereine – wie die JVP, die Landjugend oder die Jungschar — brauchen jetzt auch Sicherheit für die Veranstaltungen im Sommer.

Die Regierung hat einen Comeback-Plan nach der Corona-Krise, gibt es so einen auch für die JVP?

Bei unserem Comeback-Plan haben über 100 JVP-lerinnen und JVP-ler digital mitgeschrieben. Er heißt „Update Österreich“ und es geht darum, was lernen wir aus der Krise. Etwa die digitale Ausstattung an Schulen, oder was braucht das Home-Office.

Mit der designierten JVP-Bundesobfrau NR-Abg. CLAUDIA PLAKOLM sprach Herbert Schicho

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