Kärntnerin Ulbing gewinnt Parallelriesentorlauf von Carezza

Die Kärntner Snowboarderin Daniela Ulbing hat am Donnerstag ihren ersten Weltcupsieg in der Olympia-Disziplin Parallel-Riesentorlauf gewonnen. Die 23-Jährige siegte im Finale des Weltcups von Carezza/Italien gegen die Tschechin Ester Ledecka. Es ist der dritte Weltcupsieg Ulbings, der erste im Riesentorlauf. Die Burgenländerin Julia Dujmovits schied gegen Ulbing im Viertelfinale aus, wurde wie bei den Männern Benjamin Karl Fünfter. Der Deutsche Stefan Baumeister gewann.

Die auch im alpinen Ski-Lager erfolgreiche Ledecka war als Qualifikationsschnellste und Favoritin in die Konkurrenz gegangen, kam aber im Finallauf auf Augenhöhe mit Ulbing zu Sturz. „Mein erstes Finale (im PGS, Anm.), da bin ich zufrieden, dass ich das bis zum Schluss durchgezogen habe“, sagte Ulbing. „Ich war mit meiner Quali nicht hundert Prozent zufrieden und habe mir gedacht, ich kann nur gewinnen und habe von Lauf zu Lauf besser reingefunden.“

Sie habe heuer im Riesentorlauf einen sehr guten Schritt in der Vorbereitung gemacht, sagte die Slalom-Weltmeisterin 2017. Nun folgt sie als österreichische Carezza-Siegerin Marion Kreiner (2014) und Ina Meschik (2016) nach. Dujmovits holte nach den Rängen vier und sechs am vergangenen Wochenende in Bannoje/Russland noch ein gutes Ergebnis. Am Vortag war die Slalom-Olympiasiegerin 2014 im Training schwer gestürzt: „Es war schwierig nach dem Sturz, dass ich mich wieder überwinde.“

Die 34-Jährige kam gegen Ulbing ebenso zu Sturz wie im Achtelfinale die Russin Milena Bikowa. Lediglich im Semifinale gegen Ramona Hofmeister kamen beide ins Ziel, Ulbing war 0,18 Sek. und erstmals im fünften Duell mit der Deutschen voran. Dujmovits war im Achtelfinale gegen Melanie Hochreiter (GER) aufgestiegen, Sabine Schöffmann (11.) gegen Julie Zogg (SUI) ausgeschieden. Die Salzburgerin Claudia Riegler war nicht am Start.

Karl setzte sich im Achtelfinale gegen Bannoje-Slalomsieger Andreas Prommegger durch, im Viertelfinale war für den Qualifikationsschnellsten gegen den letztlich drittplatzierten Italiener Edwin Coratti Endstation. Wie Dujmovits wegen ihres Vortages-Sturzes war Karl das Ergebnis eher zweitrangig. „Ich habe eine aufsteigende Form. Ich möchte meinen Speed, mein Equipment, mein Set-up im Februar (Olympia) am Höhepunkt haben. Um mehr geht es momentan nicht. Bis dorthin basteln.“

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Prommegger wurde 16. und der im Achtelfinale dem Südkoreaner Lee Sang-ho unterlegene Alexander Payer 13. Im Weltcup ist Ulbing vier Punkte hinter Hofmeister Zweite, Karl bei den Männern Zehnte.

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