Kalajdzic vs. Lewandowski – Duell der Torjäger im Höhenflug

Die Bühne für den Vereinsrekord von ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic könnte keine größere sein. Im deutschen Bundesliga-Duell mit Bayern München will der Wiener am Samstag (15.30 Uhr) zum achten Mal in Folge in der Liga einnetzen und damit die bisherige Bestmarke von Fredi Bobic übertreffen. Aufseiten des Tabellenführers wiederum hat Goalgetter Robert Lewandowski den Rekord von Gerd Müller im Visier, acht Tore fehlen dem Polen noch auf dessen „40er“ aus der Saison 1971/72.

Der Aufsteiger aus Stuttgart will sich vom Tabellenführer im Süd-Schlager jedenfalls nicht einschüchtern lassen – der Statistik zum Trotz. So gab es in den jüngsten 20 Begegnungen 19 Siege und nur eine Niederlage der Bayern. „Wenn wir nicht den Mut haben, Fußball zu spielen, dann haben wir keine Chance“, sagte Stuttgart-Coach Pellegrino Matarazzo vor der Fahrt nach München. „Wir wollen Vollgas geben.“

Die Ausgangslage für diese Herangehensweise könnte für die Schwaben kaum besser sein. Denn mit dem Abstieg haben die Stuttgarter in dieser Saison längst nichts mehr zu tun. Alles, was jetzt noch kommt, ist gewissermaßen Bonus. Nach dem jüngsten 2:0-Sieg gegen Hoffenheim könnte der VfB sogar noch ins Rennen um die Europacupplätze eingreifen. Auch deshalb ist die Stimmung unter den Spielern aktuell gelöst, wie Matarazzo berichtete.

Einen Höhenflug legt derzeit Kalajdzic hin. Der 23-jährige Zwei-Meter-Mann trifft wie am Fließband, 13 Saisontore hat er bereits am Konto. Damit fehlen ihm dennoch 19 auf Lewandowski, der noch neun Spiele hat, um mit ebenso vielen Treffern die Müller-Marke hinter sich zu lassen. In der Champions League präsentierte sich der Pole beim 2:1 gegen Lazio Rom weiter torhungrig. Insgesamt glückten ihm 39 Pflichtspieltreffer in 35 Spielen in dieser Saison.

„Er ist ein Spieler, der in der Lage ist, vier Tore in einem Spiel zu schießen. Hoffentlich nicht gegen uns“, sagte Matarazzo. Es sei keine einfache Aufgabe, den Weltfußballer zu stoppen. „Aber wir werden es versuchen.“

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Spannend bleibt der Kampf um die Champions-League-Plätze – auch oder gerade weil Bayern und RB Leipzig den Verfolgern schon enteilt sind. In Fernduellen geht es an diesem Spieltag um wichtige Punkte für den Einzug in die „Königsklasse“: Der Dritte VfL Wolfsburg von Trainer Oliver Glasner muss bei Werder Bremen antreten, die auf Platz vier liegende Frankfurter Eintracht von Adi Hütter empfängt den 1. FC Union Berlin.

Champions-League-Viertelfinalist Borussia Dortmund will unterdessen beim abstiegsgefährdeten 1. FC Köln unbedingt punkten und sich nicht von Bayer Leverkusen – am Sonntag bei Hertha BSC in Berlin zu Gast – auf dem fünften Rang überholen lassen. Bei beiden Vereinen am Rheinufer wackeln die Trainerstühle: Neben Kölns Markus Gisdol, als dessen möglicher Nachfolge neben anderen Austrias Peter Stöger kolportiert wird, muss auch sein Leverkusener Kollege Peter Bosz um seinen Job bangen.

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