Kampf gegen den Müllberg

Landwirtschaftskammer und OÖ Landesabfallverband ziehen bei Abfallproblematik und - vermeidung an einem Strang

Plastikflaschen, Metalldosen und Verpackungen werden oft aus dem Autofenster geworfen oder beim Wandern einfach fallen gelassen. Was für den Großteil der Bevölkerung vor allem ein Sauberkeitsproblem darstellt, ist für Landwirte oft ein gravierendes Sicherheitsproblem. Die Abfälle gelangen ins Futter und können damit Tiere verletzen.

„Wir müssen das Bewusstsein für dieses Problem stärken, mehr auf Abfallvermeidung achten und von der Verpackung bis zu Entsorgung für mehr Nachhaltigkeit sorgen“, betonen gestern die Präsidentin der Landwirtschaftskammer, Michaela Langer-Weninger und der Vorsitzende des OÖ Landesabfallverbandes, Bgm. Roland Wohlmuth, in einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Die beiden Organisationen wollen in Zukunft verstärkt an einem Strang ziehen und fordern daher neben höheren Strafen für Müllsünder u. a. die Einführung eines Pfandsystems für Einwegflaschen und Metalldosen, wie dies bereits in vielen europäischen Ländern üblich ist. Grund: Der weggeworfene Abfall besteht zu 75 Prozent aus Einweggetränkeverpackungen. Beide würden sich wünschen, dass das Thema Müll in der Öffentlichkeit ähnlich intensiv diskutiert werde wie etwa Rauchen oder Klimaschutz.

Abfallberge wachsen weiter

Wie wichtig Aufklärung und Maßnahmen sind, zeige sich an den wachsenden Müllbergen. So wurden 2017 etwa alleine auf den oberösterreichischen Autobahnen 250 Tonnen Müll gesammelt. Die entlang von Bundes- und Landesstraßen anfallenden Müllmengen dürften noch höher sein. Weiters landen jährlich 41 Tonnen Plastik in Österreich in der Donau. Ein großer Teil der 16 Milliarden in Österreich gerauchten Zigaretten werden ebenfalls achtlos weggeworfen.

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