Kampfhund biss Dackel fast tot

Luftröhre abgerissen: Sattledter Ärzte retteten „Poldi“ das Leben

Bis „Poldi“ wieder so unbeschwert im Garten tollen kann, wird noch einige Zeit vergehen — doch der Vierbeiner ist auf bestem Weg.
Bis „Poldi“ wieder so unbeschwert im Garten tollen kann, wird noch einige Zeit vergehen — doch der Vierbeiner ist auf bestem Weg. © privat

HARGELSBERG — Es waren dramatische Minuten für eine Hundehalterin aus Hargelsberg (Bezirk Linz-Land), die am vergangenen Dienstag mitansehen musste, wie ein Kampfhund ihren Rauhaardackel fast tot biss.

Die 62-Jährige war mit dem knapp dreijährigen „Poldi“ spazieren. Den American Staffordshire bemerkte sie erst, als er bereits hinter ihr stand. „Er hat sich sofort auf ,Poldi’ gestürzt“, erzählt das Frauerl dem VOLKSBLATT.

„Ich dachte, er ist tot“

Als dieser sich unterwürfig auf den Rücken drehte, habe ihn der Kampfhund sofort an der Gurgel gepackt und hin und her geschüttelt, bis er kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Mit dem Hund im Maul wollte er dann auch noch weglaufen, schildert die 62-Jährige, „doch ich habe mich geistesgegenwärtig auf die Leine gestellt“. Der Staffordshire ließ daraufhin von seiner „Beute“ ab. „Ich dachte, er sei tot, hab ihn hochgenommen und bin zum nächstgelegenen Haus gegangen“, sagt die Hargelsbergerin. „Doch plötzlich hat ,Poldi’ geröchelt“.

© privat
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Als die Polizei über den Vorfall informiert wurde, hatte die Halterin (24) ihren achtjährigen „Nico“ bereits als entlaufen gemeldet. Sie gab an, den Hund wie gewöhnlich aus dem Haus in den nicht eingezäunten Garten gelassen zu haben, damit er sein „Geschäft“ verrichten konnte. Weggelaufen sei er bisher nie, sagte die Halterin. Wie sich herausstellte, war der Hund bislang nicht ordnungsgemäß gemeldet. Jetzt hat die Gemeinde den Besitzern einige Auflagen erteilt.

Der schwerst verletzte „Poldi“ — ihm waren unter anderem die Luftröhre abgerissen worden — wurde in der Tierklinik Sattledt noch rechtzeitig notoperiert. „Sein Zustand war extrem kritisch, doch jetzt ist er über dem Berg“, heißt es seitens der Klinik. Dort konnten die überglücklichen und dankbaren Besitzer „Poldi“ gestern wieder abholen.

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