Katholische und orthodoxe Bischöfe tagen erstmals gemeinsam

Ökumenische Premiere in Österreich: Die Mitglieder der katholischen sowie der orthodoxen Bischofskonferenz tagen erstmals gemeinsam. Dafür werden sie am 4. November im Wiener Erzbischöflichen Palais zusammenkommen. Die ökumenische Begegnung ist Teil der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz, die unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn bis zum 7. November dauert.

Noch vor den Gesprächen mit den orthodoxen Würdenträgern trifft der katholische Episkopat am 4. November mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Wiener Hofburg zusammen. Das teilte Bischofskonferenz-Generalsekretär Peter Schipka der Nachrichtenagentur “Kathpress” mit.

Das Treffen der katholischen mit der orthodoxen Bischofskonferenz besteht aus zwei Teilen. Nach einem Austausch über Themen, die für beiden Kirchen wichtig sind, wird gemeinsam eine orthodoxe Vesper in der griechisch-orthodoxen Kathedrale in der Wiener Innenstadt gefeiert, zu der die Gläubigen eingeladen sind. Die gemeinsame Tagung endet mit einem Empfang des griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenois (Kardamakis), der auch Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Österreich ist.

Am 5. November setzen die katholischen Bischöfe ihre Vollversammlung im Kloster Laab im Walde fort. Dorthin kommen die Caritasdirektoren der Diözesen, um mit den Bischöfen aktuelle soziale und kirchliche Themen zu beraten. Am 6. November wird der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, an der Sitzung der Bischöfe teilnehmen. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung des Episkopats sind die Ergebnisse der aktuellen Amazonien-Synode, an der seitens der Bischofskonferenz Kardinal Schönborn teilnimmt. Die Tagung der Bischöfe endet am 7. November.

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