Kathy Kordalis: Blumenkohl. Kochen mit Köpfchen

Auch wenn das handliche Büchlein unter dem Titel „Blumenkohl. Kochen mit Köpfchen“ erschienen ist, einigen wir uns doch gleich hier im ersten Satz darauf, dass wir das Gemüse ganz österreichisch Karfiol nennen.

Wie ist das gesunde Gewächse bei Ihnen bereits auf dem Teller gelandet? Gedünstet, paniert, mit Bröseln oder vielleicht aus dem Backrohr oder ganz modern als Reisvariante? Und dann ist auch schon Schluss mit den möglichen Zubereitungsmethoden? Mitnichten. Vegetarische und vegane Rezepte verspricht das Kochbuch und liefert sie auch: 60 an der Zahl.

Darunter jenes für einen Karfiol-Feta-Strudel, bei dem das oft als bloße Beilage verschriene Gemüse seinen großen Auftritt in Filoteig hat, nachdem es in der Küchenmaschine grob zerkleinert, in der Pfanne goldbraun angebraten und mit Zwiebeln und Knoblauch, Minze, Eiern und Feta vermengt worden ist.

Besonders kohlehydratarm kommt der Karfiol als Pizzaboden daher, exotisch in Kombination mit Misopaste, schwarzen Chilibohnen und Sesamnudeln. Mehr Aufwand verlangen die Blumenkohltortellini als Suppeneinlage — aber einen, der sich genusstechnisch sehr lohnt. Ich traue mich wetten, dass dieses schöne Büchlein auch dem ein oder anderen Karfiolverweigerer ein Umdenken abringen könnte. Wer kann schon doppelt gebackenen Karfiol-Soufflés widerstehen?

Kathy Kordalis: Blumenkohl. Kochen mit Köfchen. LV.Buch, 144 Seiten, € 18,50

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