Katzenkastration verhindert Tierleid

Immer wieder bekommt die Tierschutzombudsstelle Oö Kenntnis darüber, dass es nach wie vor viele Katzen gibt, die nicht kastriert sind und trotzdem regelmäßig Zugang ins Freie haben. „Werden Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur Zucht verwendet werden.“ Mit dieser Bestimmung hat der Gesetzgeber festgelegt, dass Vierbeiner, die ins Freie dürfen, kastriert werden müssen. Dies gilt österreichweit für weibliche als auch männliche Katzen gleichermaßen. Nur so kann eine unkontrollierte Vermehrung verhindert werden!

Von der Kastrationspflicht ausgenommen sind nur Samtpfoten einer bei der Bezirksverwaltungsbehörde gemeldeten Zucht, die mit Mikrochip gekennzeichnet und in der Heimtierdatenbank registriert sind.

Die Kastration von Katzen verhindert aber nicht nur eine ungewollte Vermehrung. Zudem hat sie auch Vorteile für die Gesundheit und das Verhalten der Tiere. So wird dadurch das Risiko für hormonell bedingte Erkrankungen wie Gesäugetumore oder Zysten verringert und damit die Lebenserwartung der Vierbeiner erhöht. Kastrierte Fellnasen markieren weniger. Sie streunern weniger herum und sind dadurch einem geringeren Risiko für Verletzungen, dem Straßenverkehr oder Infektionskrankheiten ausgesetzt.

Die Kastration von Kätzinnen und Katern ist übrigens ein Standardeingriff, der von Tierärzten häufig durchgeführt wird und zu den Routineoperationen zählt.

In Österreich leben viele verwilderte Hauskatzen, die nicht kastriert wurden und entlaufen sind. Diese Streunerkatzen vermehren sich unkontrolliert, wodurch viel Tierleid entsteht. Nur durch eine konsequente Kastration von Katzen kann verhindert werden, dass neue Tiere zur Streunerkatzen-Population hinzukommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kastration von Katzen einen wichtigen Beitrag zum aktiven Tierschutz leistet, Vorteile für die Tiere hat und für Katzen mit Zugang ins Freie verpflichtend ist.

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