Kein Gurkenwasser gegen Straßenglätte in Oberösterreich

Vor einem Jahr hat die niederbayrische Straßenmeisterei in Dingolfing den Praxistest gestartet, salziges Gurkenwasser gegen Eisglätte auf den Straßen einzusetzen.

Was sich dort bewährt hat, könne jedoch in Oberösterreich nicht als Pilotversuch beginnen, bedauerte Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Denn es gibt u.a. zu wenig Salzlake.

Die Voraussetzungen waren in Oberösterreich ähnlich günstig wie in Bayern. Mit dem Gemüse- und Obstvermarkter Efko in Eferding gibt es analog zu Develey im Nachbarland auch einen Essiggurkenproduzenten im eigenen Bundesland. Um aus dem Gurkenwasser die notwendige Salzsole zur Anreicherung des Streusalzes zu gewinnen, muss die Lake gefiltert und dann konzentriert werden.

In Oberösterreich würden laut Steinkellner aber nur rund 50.000 Liter Salzlake im Jahr anfallen. Die oberösterreichischen Straßenmeistereien benötigen aber deutlich mehr, allein in diesem Winter seien bereits elf Millionen Liter Sole verbraucht worden, hieß es in einer Presseaussendung.

Problematisch sei auch, dass die Lake in der Essiggurken-Produktion über einen längeren Zeitraum kontinuierlich anfällt, im Winter aber große Mengen Sole in einem kurzen Zeitraum benötigt werden. Daher wäre eine Zwischenlagerung in der Straßenmeisterei notwendig.

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Die Kosten für das Errichten der Tanks sowie der Transport zu den Straßenmeistereien würden „möglichen Einsparungen aber um ein Vielfaches überschreiten“, begründete Steinkellner, warum in Oberösterreich kein Gurkenwasser gegen Straßenglätte zum Einsatz kommt.

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