Kein Hundeverbot auf oö. Almen

Dafür kommen zehn Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh

LINZ — Nach einem Unfall mit tödlichem Ausgang in Tirol und möglichen hohen Schadenersatzzahlungen an die Hinterbliebenen wurde in den vergangenen Wochen und Monaten auch in Oberösterreich heftig über Maßnahmen diskutiert, die das Wandern auf der Alm sicherer machen sollen.

Am Mittwoch präsentierten der für den Tourismus zuständige Landesrat Markus Achleitner und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger die bei zwei Runden Tischen erarbeiteten Ergebnisse. Demnach wird es kein generelles Hundeverbot geben. Dies sei weder rechtlich möglich, noch wolle man bestimmte Personengruppen von den Almen aussperren, so die beiden Landesräte. Vielmehr sei man an einem guten Miteinander interessiert. Laut Hiegelsberger soll aber das zunehmende Problem der Verkotung im Rahmen des für Hundehalter notwendigen Sachkundenachweises thematisiert werden.

„Zehn Gebote“ analog zu den FIS-Regeln

Unmittelbar nach dem so genannten Kuh-Urteil hat das Land OÖ über den OÖ Tourismus die bestehende Wegeerhalter-Haftpflichtversicherung auf Schadensfälle mit Weidevieh erweitert. Weil sich in der Folge herausgestellt hat, dass das Wissen über den Umgang mit Weidevieh auf Almen mangelhaft ist, informieren künftig Broschüren und Hinweistafeln bei Wanderwegen über zehn Verhaltensregeln analog den FIS-Regeln auf den Skipisten. So sollen etwa Wanderer, wenn ihnen Kühe den Weg versperren, diese mit möglichst großem Abstand umgehen. Generell, so Achleitner und Hiegelsberger, setze man auf mehr Hausverstand und Selbstverantwortung der Alm-Benutzer.

Umfragen zufolge ist der Wander- bzw. Berg-Urlaub mit 37 Prozent die zweit beliebteste Art, den Sommerurlaub in Oberösterreich zu verbringen.

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