Kepler Uniklinikum: 220 Mio. Euro fließen in neuen Kinderbettentrakt

Nach 16 Monaten Planungsphase soll der Baubeginn 2024, die Fertigstellung 2030 erfolgen – Erstmals auch eine Kinderpalliativstation

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Um die Gesundheitsversorgung in OÖ für die Zukunft zu sichern, investiert das Land in den kommenden Jahren 401 Mio. Euro im Rahmen des „Oberösterreich Plans“ in diesen Bereich.

220 Mio. Euro werden in einen neuen Kinderbetten- und Funktionstrakt am Linzer Kepler Uniklinikum (KUK) fließen, gaben LH Thomas Stelzer, Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander und KUK-Geschäftsführer Franz Harnoncourt am Mittwoch bekannt. Schon zuvor wurden die Umbau-Pläne am Ordensklinikum Linz präsentiert.

Bettentrakt stammt aus 1956

Der derzeitige Kinderbettentrakt am Med Campus IV. stammt aus 1956, trotz laufender Sanierungen entspricht er nicht mehr den Standards der heutigen Bedürfnisse.

Mitten im KUK-Geviert werden auf 17.000 m² Nutzfläche die gesamte Kinderversorgung mit 148 Betten auf neun Betten- und zwei Intensivstationen gebündelt, sowie fünf OP-Säle entstehen. Hinzu kommt durch die Zusammenführung der Küchen im Med Campus III. und IV. eine neue Zentralküche sowie ein Restaurant für Mitarbeiter und Studenten.

Nach 16 Monaten intensiver Planung während der Corona-Zeit soll der Baubeginn 2024 erfolgen, das Gesamtprojekt 2030 fertiggestellt werden.

„Es ist hoch an der Zeit, dass wir in diesen Bereich investieren, weil Kinder spezielle Patienten sind, es wird auch, die Möglichkeit geben, dass Angehörige bei ihren Kindern bleiben können“, sagt LH Stelzer. Auch wenn sich das Land dafür verschulden müsse, werde damit ein Beitrag geleistet, um aus der Krise heraus zu investieren.

Kindgerechte Umgebung und Platz für Angehörige

Die medizinische Versorgung von Kindern am Kepler Uniklinikum ist über die Grenzen Österreichs hinweg bekannt, gerade die Herzchirurgie genießt international einen exzellenten Ruf.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, das bedeutet, dass sie eine andere Behandlung brauchen. Nicht nur medizinisch, sondern auch eine Umgebung, in der mit viel Raum und Farbe gearbeitet wird. Alle Bereiche werden kindgerecht gestaltet, die modernsten Klinikkonzepten entsprechen“, erläutert Haberlander.

Neben der Kinderherzchirurgie, -onkologie, -handchirurgie werden im neuen Trakt auch Bettenkontingente für Kinder für HNO, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie geschaffen. „Erstmals wird auch eine Kinderpalliativstation eingerichtet“, so Haberlander.

„Bei der Planung war uns nicht nur eine moderne Versorgungsstruktur wichtig, sondern auch optimale Arbeitsbedingungen, kurze Wege und effiziente Arbeitsabläufe für die Mitarbeiter zu schaffen“, erläutert Harnoncourt: „Um dies zu gewährleisten wurden zahlreiche Gespräche mit allen Berufsgruppen der Kliniken geführt.“

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