Kias erster Shooting Brake

Im Kompaktsegment will Kia mit seinem Ceed noch weiter nach vorne. Die dritte Karosserievariante, der Shooting Brake namens ProCeed, steht nun bei den Händlern. Zudem planen die Koreaner für 2020 eine vierte Karosserievariante ihres Bestsellers, hüllen sich aber bezüglich Details noch in Schweigen.

Billig ist er nicht, der Kia ProCeed. Die Shooting Brake-Version des kompakten Ceed verkörpert zwar das Beste aus beiden Welten der bisherigen Karosserievarianten – Kombi und Fünftürer – allerdings muss man hierzulande mindestens 33.090 Euro löhnen, um in den Genuss eines ProCeed zu kommen, der mit 140 PS starkem 1,4-Liter-Benziner in der Ausstattungslinie GT-Line vorfährt. Wer das Top-Modell will, den 204 PS starken GT mit 1,6-Liter-Vierzylinder, muss dafür gar 39.990 Euro hinblättern.

Die Motorenpalette komplettiert ein 136 PS starker 1.6-CRDi. Gekuppelt wird standardmäßig via Sechsgangbox, die Siebengang-Doppelkupplung kostet 2200 Euro extra.
Koreanisch ist an dem Auto übrigens so gut wie nichts, lediglich der Markenname. Denn das Akronym Ceed steht ja schon für „Community Europe & European Design“: Entwicklung und Bau des Fahrzeugs waren und sind also eine rein euroäische Angelegenheit.

Ein wenig dürften sich die Kia-Designer auch an den europäischen Herstellern (Audi, Mercedes, Porsche) orientiert haben, als es um den laut eigenen Angaben „ersten Shooting Brake eines Volumenherstellers“ ging. Die durchgängige LED-Rückleuchte erinnert eben an aktuelle Audis, die dynamische Formensprache ist vom Mercedes CLA Shooting Brake oder Porsche Panamera ST nicht so weit entfernt, was ihn aber durchaus adeln könnte, spielen die beiden doch preislich nach wie vor in einer anderen Liga.

 

Foto: KIA

Ausgestattet ist der ProCeed, den es nur in den Versionen GT-Line und GT gibt, üppig. Der 4,605 Meter lange und 1,422 Meter hohe fünfsitzige Fünftürer hat assistenztechnisch so gut wie alles drinnen, was derzeit en vogue ist. Dazu gibt es im sehr auf den Fahrer zugeschnittenen Cockpit serienmäßig Touchscreen, Sitzheizung, Klimaanlage, Lenkradheizung und und und.

Die Dominanz des Kombis wird der ProCeed wohl nicht brechen. Kia rechnet damit, dass zehn bis 15 Prozent der Ceed-Kunden sich für den ProCeed entscheiden werden.