Markus Ebert

Meinung

von Markus Ebert

Kickls Ziel

„Die FPÖ muss sich veredeln: Hart in der Sache — und im Ton so, dass man niemand persönlich verletzt.“ Dieser Satz von FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer ist eine Woche alt — und er wurde von seinem Klubobmann Herbert Kickl offensichtlich als verbaler Fehdehandschuh unter Parteifreunden verstanden. In den vergangenen sieben Tagen hat Kickl eindrucksvoll bewiesen, dass er erstens diesen Fehdehandschuh aufgenommen hat und dass er zweitens alles daran setzt, seinen (Noch-)Parteiobmann zu diskreditieren.

Eine kleine Auswahl von dem, was Kickl offenbar unter der von Hofer dekredierten Tonalität versteht:

„… die Regierung lässt sich treiben: vom Virus und der eigenen Geilheit auf Inszenierungs-Regiererei …“

„Kurz und seine Spießgesellen seien die Totengräber der Demokratie …“

„Die momentane schwarz-grüne Politik des Einsperrens und der Unterdrückung …“

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„Kurz-Unterstützer Schützenhöfer lebt seine austrofaschistischen Überwachungsfantasien aus.“

Hält sich Hofer an das, was er der Partei verordnet hat, und Kickl wiederum bleibt bei seinem Stil, dann wird das mit dem „Veredeln“ der FPÖ wohl nichts werden. Was wohl Kickls Ziel sein dürfte.

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