Kinder sahen Mord an Mutter

Beschuldigter „islamistischer Fundamentalist“ (37) schweigt

AMSTETTEN — Im Gemeindegebiet von Amstetten sind am Dienstagnachmittag drei Kinder zu Zeugen einer Bluttat an ihrer Mutter (40) geworden – die Frau wurde mit 37 Messerstichen getötet. Die Minderjährigen im Alter von neun Jahren und 15 Monaten werden Laut Polizei von der Jugendwohlfahrt betreut. Der beschuldigte Ehemann und Vater schweigt indessen zu den Vorwürfen. Er sei als „islamistischer Fundamentalist“ anzusehen und hat sich bisher jegliche Kommunikation mit den Ermittlern verweigert, hieß es am Mittwoch zu dem Tatverdächtigen.

Der beschäftigungslose 37-Jährige sei in der Vergangenheit wegen seiner „religiös motivierten Tätigkeiten“ vom Verfassungsschutz überprüft worden, teilte Polizeisprecher Johann Baumschlager am Mittwoch mit. Der Mann sei im Fokus gestanden und durchleuchtet worden. Es sei jedoch kein strafrechtlich relevanter Tatbestand festgestellt worden.

Bereits 30 Anzeigen wegen Ordnungsstörung

Gegen den 37-Jährigen seien seit Sommer 2018 aber mehr als 30 Anzeigen an die Bezirkshauptmannschaft Amstetten wegen Ordnungsstörung erstattet worden, sagte Baumschlager. Der Mann habe in Geschäften und Lokalen ebenso wie zuletzt auf dem Weihnachtsmarkt andere Menschen bekehren wollen. Er sei aber dabei weder aggressiv gewesen noch habe er Gewalt ausgeübt.

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