Kinder sinnvoll beschäftigen

Familien stehen durch die Corona-Krise vor einer großen Herausforderung. Kindergärten und Schulen sind nur für den Notfall geöffnet, der Besuch am Spielplatz fällt genauso flach wie das Treffen bei Freunden oder das Training im Sportverein. Basteln und Spielen ist angesagt. Handy und Tablet sollten nur beschränkt genutzt werden.

Eine rasante Fahrt im Wäschekorb macht Spaß und lässt auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen keine Langeweile aufkommen. © Jacob Lund - stock.adobe.com

Die Corona-Krise stellt Familien vor eine neue Situation: Schulen und Kindergärten sind bis auf die Betreuung im Bedarfsfall geschlossen, Freunde treffen fällt ebenso aus wie das Training im Sportverein.

Neben dem Online-Unterricht bleibt wegen der Ausgangsbeschränkung viel Freizeit in den eigenen vier Wänden.

„Es ist wichtig, die Kinder in ihrer Freizeit abwechslungsreich zu beschäftigen. Basteln, Spiele in Bewegung und Spiele im Sitzen sollten einander ablösen und die Zeit vor dem Smartphone oder Tablet reduzieren. Auch ein Stundenplan schafft in dieser Ausnahmesituation einen geregelten Alltag und gibt der ganzen Familie Sicherheit“, erklärt Ergotherapeutin Renate Ruckser-Scherb, Referentin an der FH Gesundheitsberufe OÖ.

Bewegungsspiele auch für drinnen geeignet

Viele Bewegungsspiele sich auch drinnen umsetzbar, natürlich abhängig vom Platzangebot – etwa Tempelhüpfen, „Der Hase läuft über das Feld“ oder ein Versteckspiel.
Beim Knöpfewerfen wird eine Salatschüssel auf einen Teppich gestellt.

Die Spieler versuchen die Knöpfe aus zwei oder drei Metern Entfernung in die Schüssel zu werfen. Für „Soft-Boccia“ füllt jeder Spieler eine verschiedenfarbige Socke mit Stoff und verknotet sie zu einem Ball.

Ein kleiner weicher Gegenstand dient als Zielball. Wie beim Outdoor-Spiel versuchen die Spieler, ihren Ball möglichst nahe zum Ziel zu werfen. Die gegnerischen Bälle dürfen dabei weggeschossen werden. Wer dem Ziel am nächsten kommt, gewinnt.

Auch Klassiker wie „Stille Post“, „Schifferl versenken“ oder „Ich seh, ich seh, was du nicht siehst“ machen Groß und Klein gleichermaßen Spaß und sorgen dafür, dass auch ohne Smartphone keine Langeweile aufkommt.


Basteltipp: Osterhase aus Pappmaché

©Schöberl

Die Herstellung eines Osterhasen aus Pappmaché ist sehr einfach. Benötigt werden: Alte Zeitungen, zwei Luftballons, Kleister, etwas Farbe, Pappkarton und Dekomaterial
Als erstes werden zwei Luftballons, die später die Form des Kopfes und des Körpers vorgeben, aufgeblasen.

Dabei nicht die maximale Größe der Ballons ausnutzen, damit diese nicht platzen. Den Kleister gemäß der Anleitung auf der Packung anrühren. Wer keinen Kleister hat, kann sich aus Mehl und Wasser, selbst einen anrühren.

Dazu 0,5 Liter Wasser und 150 Gramm Mehl aufkochen und gelegentlich umrühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht und keine Klumpen mehr zu sehen sind – Kleister vor der weiteren Verwendung auskühlen lassen!

Die alten Zeitungen in Streifen reißen. Diese werden später die eigentliche Hülle des Osterhasen. Mit einem weichen Pinsel die erste Schicht Tapetenkleister auf den Luftballon auftragen und mit den Streifen aus Zeitungspapier bekleben. So lange wiederholen bis keine freien Stellen mehr sichtbar sind.

Mehrere Schichten übereinander kleben. Mit dem zweiten Ballon wiederholen und über Nacht trocknen lassen. Beide Ballons mit Heißkleber übereinander kleben und aus einem Karton die Ohren ausschneiden und aufkleben.

Für den besseren Stand kann am unteren Ballon ein Ring aus zusammengedrehten Zeitungen befestigt werden. Mit (Acryl)farbe bemalen und nach Belieben verzieren. Achtung: Hase ist nicht wetterfest!

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