Kitz-Super-G ohne Saisonsieger aber gutes Omen für den ÖSV

Der Schweizer Mauro Caviezel in Val d‚Isere, der Norweger Aleksander Aamodt Kilde in Gröden und der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle in Bormio haben in diesem Winter bereits einen Weltcup-Super-G gewonnen. Das Trio fehlt aber am Montag beim vierten Saisonrennen in Kitzbühel (10.45 Uhr/live ORF 1) verletzungsbedingt. Es ist der vorletzte Bewerb dieser Disziplin vor der WM. Gutes Omen für den ÖSV: Montagrennen in Kitzbühel wurden bisher immer gewonnen.

Fünfmal richteten die Veranstalter der Hahnenkammrennen bisher ein Rennen an einem Montag aus, dreimal handelte es sich um einen Super-G. 1995 gewann Günther Mader, 2003 und 2005 Hermann Maier.

Mit den Kitz-Abfahrtsrängen zwei und drei darf sich Matthias Mayer auch für den Super-G einiges erwarten: „Den bin ich hier runter immer schon gern gefahren. Ich hoffe, dass das Wetter halbwegs mitspielt, es ist ja ein bisserl unsicher angesagt“, sagte der Kärntner, der in dieser Saison die Ränge elf, vier und zehn erreichte und Disziplinsiebenter ist. Auf der Streifalm war er im Super-G bereits fünfmal auf dem Podest, 2017 gewann er, 2013, 2015 und 2020 war er Zweiter, 2018 Dritter.

Vincent Kriechmayr als Zweiter in Bormio und Fünfter in Val d‘Isere ist derzeit Österreichs heißeste Aktie im Super-G und Dritter der Disziplinwertung hinter Caviezel und Kilde. Für den letztjährigen Gesamtweltcupsieger Kilde ist die Saison nach einem Kreuzbandriss aber bereits vorbei, Caviezel hofft nach Gehirnerschütterung und Knieverletzung auf ein Comeback bei der WM in Cortina d‚Ampezzo.

Und der Gewinner des Bormio-Rennens, Cochran-Siegle, wird mit dem am Freitag beim Sturz in der ersten Streif-Abfahrt angeknacktem Halswirbel am Montag zurück nach Amerika fliegen und sich dort untersuchen lassen, wie er am Sonntag im Zielraum eine Halskrause tragend erzählte. „Ich glaube nicht, dass die WM realtistisch ist. Ich weiß auch nicht, ob eine Operation notwendig sein wird“, dürfte auch in seinem Fall das vorzeitige Saisonende drohen.

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Das vierte Saisonrennen im Super-G wird damit den vierten verschiedenen Sieger bringen. Nach den verpatzten Abfahrten hofft Kriechmayr auf der Trendwende: „Ich muss schauen, was ich da heute falsch gemacht habe und es morgen besser machen.“ Der letzte Super-G sei eine Zeit her, er hoffe auf eine bessere Leistung als in den vergangenen Tagen. „Aber wie es kommt, kommt es. Es wird immer wieder Rennen geben, die mir nicht gelingen“, meinte der Oberösterreicher.

Christian Walder ist dank eines dritten Platzes im Super-G von Val d‘Isere Mitte Dezember auch im Rennen um ein WM-Ticket, ebenso wie Max Franz: „Die Kurssetzung ist geil, das wird sicher wieder spannend. Da musst du einfach oben gut in den Lauf reinfinden und gut Gas geben“, sagte der Kärntner Franz. Er habe zweimal die Chance in der Abfahrt gehabt und zweimal habe es nicht so funktioniert. „Das heißt es jetzt einfach wegstecken. Es ist ein neues Rennen und noch einiges möglich. Ich kann einen schnellen Schwung fahren, das heißt es zeigen.“

Der Gewinner der beiden Abfahrten, der Schweizer Beat Feuz, nimmt sich im Vorfeld selbst aus der Mitfavoritenrolle, auch wenn er in dieser Saison zweimal Zehnter war. „Da bin ich in anderer Position und weniger gefährlich.“

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