Klaus Doldinger: Motherhood

„Motherhood“, die neue Platte des deutschen Jazzpioniers, Film- und TV-Komponisten Klaus Doldinger (84, „Das Boot“, „Die Unendliche Geschichte“, „Tatort“) bietet gleichzeitig Rückblick und Standortbestimmung.

Denn: Motherhood hieß Ende der 1960er-Jahre eine der ersten Bands des Saxofonisten. Jetzt hat er elf Titel aus den Pioniertagen der deutschen Jazzszene mit seiner Band Klaus Doldinger’s Passport neu eingespielt. Das Erstaunliche daran: Die Songs aus dem Grenzbereich von Jazz, Funk, Soul und Blues klingen alles andere als angestaubt, sondern frisch und modern.

Für seine Begleitmusiker, mit denen der Bandleader mitunter schon seit 20 Jahren zusammenspielt, waren die Songs bis dahin unbekannt. Der Kontakt mit dem schon fast antiken Musikmaterial hat seine Band im Studio aber zu musikalischen Glanztaten inspiriert.

Neben seinen bewährten Begleitern präsentiert Doldinger eine Reihe von Gastmusikern: die US-amerikanische Sängerin China Moses („Women’s Quarrel“), den aus Ulm stammenden Trompeter Joo Kraus („Wade In The Water“), den einstigen Eurovision-Song-Contest-Helden Max Mutzke („When I Get You Alone“) und Panik-Rocker Udo Lindenberg („Devil Don’t Get Me“). Mit einer weiteren Überraschung wartet das chansonartige „Turning Around“ auf. Der Sänger ist nämlich Doldinger höchstpersönlich.

Hörprobe:

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