Klein, aber sehr fein …

Filmfestival in Freistadt „Der neue Heimatfilm“ startet am 25. August

Zur Eröffnung gibt's eine Österreich-Premiere: „Beckenrand Sheriff“
Zur Eröffnung gibt's eine Österreich-Premiere: „Beckenrand Sheriff“ © Filmfestival „Der neue Heimatfilm“

Es ist klein, aber sehr fein: Das Freistädter Filmfestival „Der neue Heimatfilm“ geht von 25. bis 29. August zum 34. Mal in Szene. Aus rund 60.000 Euro Budget — rund zehnmal weniger, als größere Festivals, wie etwa das Crossing Europe in Linz — und mit einem Mini-Team von sechs Mitgliedern für die Organisation und rund 25 für die Umsetzung — die meisten von ihnen ehrenamtlich im Einsatz — macht es seit 1988 sehr vieles richtig.

Auch internationale Größen der Filmszene schätzen das Festival im Mühlviertel für seine einzigartige Atmosphäre. Von Beginn an dabei, zieht sich Wolfgang Steininger, seit heuer im Ruhestand, mehr und mehr zurück. Das Zepter schwingt Katharina Riedler als Teil des Programmteams, ab Oktober neue Co-Leiterin des Crossing Europe, die ebenfalls seit 2017 in Freistadt mitorganisiert.

„Es ist für uns selbst eine Überraschung, dass wir das schaffen. Wir bieten einen sehr niederschwelligen Zugang mit sehr hoher Qualität der Filme“, so Riedler. Das Festival versucht seit jeher das Thema „Heimat“ sehr vielfältig zu beleuchten.

Im Team werden Filme gesichtet und ausgewählt. Sie sollen einen Bezug zu den Themen „Heimat“, „Heimatland“, „Zuhause“ aufweisen, wichtig ist auch der ländliche Raum, der Blick von innen auf lokale und regionale Besonderheiten und Gruppen. Auch andere Kontinente als Europa sind immer vertreten. Migration und Vergangenheitsbewältigung sind wichtige Bestandteile des Festivals. So sind heuer

z. B. „Surviving Gusen“ (Gerald Harringer, Johannes Pröll) und „Brigitta’s Friends“ (Christian Kogler) zu sehen.

Österreich-Premieren

Eröffnet wird das Festival am 25. August (bei Schönwetter als Open-Air, sonst im Salzhof) traditionell von zwei Filmen: Mit der Österreich-Premiere „Beckenrand Sheriff“ von Regisseur Marcus H. Rosenmüller, Schauspieler Thomas Mraz wird persönlich vor Ort sein. Und mit der Österreich-Premiere „Molecole“ von Regisseur Andrea Segre. Das Werk zeigt Venedig während der Corona-Pandemie: leer und in einem Zustand, wie schon lange nicht mehr.

Insgesamt gibt es drei Wettbewerbe und einen Publikumspreis. Der Spielfilmpreis der Stadt Freistadt ist mit 2500 Euro dotiert, der Dokumentarfilmpreis der Stadt Freistadt mit 1500 Euro und heuer erstmals mit 1000 Euro (aus dem eigenen Festivalbudget) dotiert ist der Jugendjurypreis.

Ein Spezialprogramm widmet sich dem neuen spanischen Dokumentarfilm mit vier neuen Werken aus Spanien, die die Verbindung Richtung Amerika aufzeigen.

Etliche Filme weisen OÖ-Bezug auf, etwa „Der Albtraum der Schamanen“ der in Linz geborenen Regisseurin Natalie Halla. Die Werkschau zeigt Filme von Fredi Murer (80), wie etwa „Höhenfeuer“ (1985), der 1986 das Festival-Publikum in Freistadt begeisterte und 2015 zum „Besten Schweizer Film aller Zeiten“ erkoren wurde. Einige Filme beschäftigen sich mit älteren Personen, beispielsweise „The Bubble“ (Valerie Blankenbyl). Das Werk wurde bei der Diagonale gezeigt und porträtiert eine Siedlung für Pensionisten in den USA.

Für Kinder ab 8 Jahren gibt’s den Animationsfilm „Die fabelhafte Reise der Marona“ (Anca Damian).

Als Rahmenprogramm wartet etwa das Konzert „Celtic Spring“ im Salzhof (26. 8., 21 Uhr, Irish Folk) und die Ausstellung „Das Erbe“ der Fotografin Gerlinde Miesenböck, die aus Hirschbach bei Freistadt stammt.

www.filmfestivalfreistadt.at

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