Klima-Rat soll mithelfen, das Land ob der Enns klimafitter zu machen

Beratungsgremium für Landesregierung wird am Montag beschlossen — Land ist mit zahlreichen Maßnahmen bereits auf Kurs

Oberösterreich soll noch klimafitter werden, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Mit der Gründung eines Klima-Rates am kommenden Montag wird ein neues Beratungsgremium für die Regierung geschaffen.

„Die massiven Auswirkungen des Klimawandels auf den Planeten erfordern ein ebenso rasches und konsequentes Handeln wie aktuell in der Corona-Krise“, betonte am Mittwoch Landeshauptmann Thomas Stelzer. Oberösterreich habe hier einen „zupackenden“ Zugang und in Sachen Klimaschutz bereits vieles in Angriff genommen, etwa den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, den Anti-Atom-Kurs oder den Einsatz erneuerbarer Energien — so etwa soll bis 2030 die Autoflotte des Landes zur Hälfte E-mobil sein.

Dazu kommt der Anreiz zur thermischen Sanierung von Wohnhäusern. „Alleine durch die Wohnbauförderung für Neubauten und Sanierungen werden pro Jahr fast 13.000 Tonnen CO2 eingespart, ergänzte Naturschutzreferent LH-Stv. Manfred Haimbuchner und forderte für den Klimaschutz Allianzen und Bündnisse über Oberösterreich hinaus.

Wirtschaft profitiert

Wie eine Umfrage des Klimaschutzressorts zeigte, sind acht von zehn Menschen davon überzeugt, dass die Politik die nun notwendigen Milliarden Euro an Subventionen zur Ankurbelung der Wirtschaft nutzen soll, um das Land klimafit zu machen, betonte Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Das passiere auch: „Alleine in der Corona-Krise hat der Bund 3,5 Mio. Euro klimarelevante Investitionen getätigt. Im gleichzeitigen Wieder-Hochfahren der Wirtschaft und dem Klimaschutz sieht Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner keinen Widerspruch.

„Gerade die Wirtschaft kann von einer verstärkten Ökologisierung und dem Fokus auf Klimaschutz profitieren“, unterstrich er. So etwa schaffe der Ausbau erneuerbarer Energien Arbeitsplätze und Wertschöpfung, während gleichzeitig der CO2-Ausstoß verringert werde.

Speerspitze im Klimaschutz

Zur Weiterentwicklung der Klimamaßnahmen wird der Klima-Rat in Hinkunft der Landesregierung beratend zur Seite stehen und kann auch Empfehlungen für Maßnahmen beschließen. Da Klimaschutz alle Lebensbereiche erfasst, wird er auch als Querschnittmaterie durch nahezu alle Politikbereiche angesehen.

Unter dem Vorsitz des Landeshauptmannes fungieren daher als ordentliche Mitglieder des Rates die Ressortchefs der Landesregierung. Ziel des Rates sei es, so Kaineder, dass Oberösterreich die Speerspitze beim Klimaschutz werde.

Wie ist Ihre Meinung?