„Krieg gegen die Natur“ muss beendet werden

Eindringliche Appelle zum Auftakt der zweiwöchigen Beratungen – Van der Bellen: „Es ist schlicht und einfach unsere Entscheidung“

Mit einem Kuschel-Eisbären hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen (l.) seine Rede am Eröffnungstag der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid gehalten.
Mit einem Kuschel-Eisbären hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen seine Rede am Eröffnungstag der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid gehalten. © APA/Bundesheer/Lechner

Die Zeit drängt, Millionen demonstrieren – aber die Staaten handeln langsam: Mit eindringlichen Rufen nach mehr Klimaschutz hat die 25. UN-Klimakonferenz begonnen. Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, sprach am Montag in Madrid vom „Krieg gegen die Natur“, der beendet werden müsse. „Wenn wir nicht schnell unseren Lebensstil ändern, gefährden wir das Leben an sich.“

196 Staaten und die EU verhandeln zwei Wochen lang darüber, wie das Pariser Klimaabkommen verwirklicht und die Erderhitzung eingedämmt werden kann. Die Aktivisten von FridaysForFuture und anderen Klimaschutzbewegungen wollen ihnen genau auf die Finger schauen. Die Schwedin Greta Thunberg dürfte nach ihrer Atlantik-Überquerung diese Woche in Portugal ankommen, am Freitag will sie in Madrid mit Schülern demonstrieren.

Mit einem Eisbären aus Plüsch hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen seine Rede am Eröffnungstag gehalten – ein Geschenk für einen Sechsjährigen, verriet er den Staats- und Regierungschefs. „2020 ist das Jahr, in dem wir unsere nationalen Klimapläne nachbessern müssen. Und ab da darf es mit den klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen nur mehr in eine Richtung gehen: Nach unten!“, so sein Appell: „Es ist nicht Schicksal, es ist schlicht und einfach unsere Entscheidung.“ Die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will, dass die europäische Wirtschaft bis 2050 unterm Strich sogar klimaneutral wird.

Wie ist Ihre Meinung?