KMU rüsten sich gegen Cyber-Crime

OÖ Versicherung reagiert auf erhöhte Nachfrage mit neuem Produkt

Wollen KMU besser schützen (v. l.): GD Stockinger und der für das Produkt verantwortliche Gregor Stiebellehner
Wollen KMU besser schützen (v. l.): GD Stockinger und der für das Produkt verantwortliche Gregor Stiebellehner © OÖ Versicherung

Es ist ein Spannungsfeld, in dem sich viele kleinere und mittlere Unternehmen befinden: Ohne entsprechenden Online-Auftritt und Anbindung an das World Wide Web geht de facto kaum mehr etwas, das nötige IT-Know-How vor allem auch für die Absicherung der Schnittstellen mit dem Internet fehlt aber. Ein Umstand, den Kriminelle auch ausnutzen: Zwei von drei heimischen Unternehmen waren im Vorjahr von einer Cyberattacke betroffen, zeigen aktuelle Zahlen. Für 41 Prozent ging damit ein oft nicht unerheblicher finanzieller Schaden einher. Die Schmach und die Angst vor schwindender Reputation lässt viele Betriebe über Angriffe schweigen und Forderungen bezahlen, die Dunkelziffer dürfte also groß sein. Dementsprechend streben immer mehr Unternehmen danach, ihre Risiken abzusichern.

Diesen wachsenden Markt will die OÖ Versicherung nun abdecken. In Zusammenarbeit mit internationalen Experten wurde ein Modell entwickelt, das neben der finanziellen Schadensabsicherung (je nach nach Paket bis zu 100.000 oder 250.000) auch eine 24/7-Notfallhilfe für die Betriebe bietet. Vor dem Vertragsabschluss findet zudem ein ausführlicher IT-Sicherheitscheck statt. Generaldirektor Josef Stockinger sieht in dem Produkt eine absolute Notwendigkeit. „Die Absicherung gegen diese neuartige Kriminalitätsart wird in Zukunft ähnlich einer Betriebshaftpflichtversicherung zur Grundausstattung eines Unternehmens gehören“, ist er überzeugt, dass sich das Produkt in fünf Jahren etabliert haben wird. cs

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