„Können wir uns Alte noch leisten?“

SB-Obmann LH a. D. Pühringer: Provokanter Titel soll wachrütteln

Online-Pressekonferenz mit (v. l.) SB-Landesgeschäftsführer Franz Ebner, Werner Lenzelbauer (Leiter der Landesabteilung Statistik), SB-Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer, Walter Pöltner (Vorsitzender der Alterssicherungskommission) und em. Univ.-Prof. Friedrich Schneider.
Online-Pressekonferenz mit (v. l.) SB-Landesgeschäftsführer Franz Ebner, Werner Lenzelbauer (Leiter der Landesabteilung Statistik), SB-Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer, Walter Pöltner (Vorsitzender der Alterssicherungskommission) und em. Univ.-Prof. Friedrich Schneider. © OÖ Seniorenbund

Unter dem Titel „Können wir uns die Alten noch leisten“ startete der OÖ Seniorenbund einen Online-Dialog mit Experten, der Antworten auf diese provokant formulierte Frage geben soll.

„Senioren sind nicht nur Kostenfaktoren, sie sind ein Mehrwert für unsere Gemeinschaft — ohne sie wäre unsere heutige Lebensqualität nicht möglich. Deshalb kann die Antwort auf diese Frage nur Folgende sein: Wir müssen uns die Alten leisten, denn sie sind für unser Land ein großer Schatz“, betonte Seniorenbund-Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer die Wichtigkeit der älteren Generation für die Gesellschaft. „Eine steigende Lebenswartung und mehr gesunde Jahre – das ist ein positiver Kostentreiber, den sich jede Gesellschaft leisten muss!“

Ein Bereich, der in mehrfacher Hinsicht als äußerst aussagekräftig gilt, ist jener der Pflege von Angehörigen. „Zwei Drittel der pflegenden Angehörigen stammen aus der Altersgruppe der 60 bis 75-Jährigen, eine Leistung, die nicht genug geschätzt werden kann“, so Pühringer.

Im Bereich des Pensionssystems nennt der OÖ Seniorenbund zwei Aspekte als wesentlich: Pensionserhöhungen müssen weiterhin so sein, dass auch die kleinen Pensionsbezieher für ein möglichst gutes Leben genug haben. Weiters sei das tatsächliche Pensionsantrittsalter an das gesetzliche heranzuführen.

Auch wenn sich die demografische Entwicklung rasant entwickelt — 1960 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Frauen bei 73 und bei Männern bei 67 Jahren, heute liegt diese nun bei 84 bzw. 80 Jahren — und die Kosten im Gesundheitssystem steigen, sind sich Pühringer und die Experten trotzdem einig: „Unser Pensionssystem ist sicher!“

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