Kommunale Zukunftsthemen

Gemeinde Gampern will in zehn Bereichen verstärkt Maßnahmen setzen ...

V. l.: Franziska Cecon (FH OÖ), Gemeinde-LR Michaela Langer-Weninger, Bgm. Jürgen Lachinger, Vbgm. Manuela Gschwandtner und Amtsleiter Christoph Stockinger vor dem neuen Veranstaltungszentrum „4Kanter“ in Gampern
V. l.: Franziska Cecon (FH OÖ), Gemeinde-LR Michaela Langer-Weninger, Bgm. Jürgen Lachinger, Vbgm. Manuela Gschwandtner und Amtsleiter Christoph Stockinger vor dem neuen Veranstaltungszentrum „4Kanter“ in Gampern © Land OÖ/Daniel Kauder

… und trifft dabei voll ins Schwarze, denn auch die Wissenschaft sieht genau in diesen Bereichen enormes Potenzial. „Unsere Gemeinden sind das Herz und das Rückgrat Oberösterreichs“, freut sich Gemeindelandesrätin Michaela Langer-Weninger über die Initiative. Erstens will Gampern bei der Kinderbetreuung den Ausbau fortsetzen. Noch im Herbst soll ein neues Haus in Betrieb genommen werden, dort wird auch die Heimstätte für die heilpädagogische Gruppe der Lebenshilfe Vöcklabruck untergebracht. Man könne nun jedem Kind einen Platz in der Krabbelstube oder dem Kindergarten garantieren, wenn es die Eltern benötigen, so die zuständige Vbgm. Manuela Gschwandtner. Laut Franziska Cecon, Professorin für Public Management an der FH Oberösterreich, macht ein solches Angebot für 82 Prozent eine Gemeinde attraktiv: „Man zieht dort hin, wo auch die Kinder Perspektiven haben.“ Zweitens setzt man auf erneuerbare Energie: mit überschüssigen Strom aus den Photovoltaik-Anlagen auf Schule und dem Veranstaltungszentrum „4Kanter“ wird künftig die Straßenbeleuchtung oder die Pumpe für den Hochbehälter der Wassergenossenschaft betrieben. Für Langer-Weninger gehören PV-Anlagen schon zum Standard bei Amtsgebäuden, Schulen& Co. 85 Prozent der öffentlichen Gebäude werden in OÖ darüber hinaus nachhaltig beheizt. Und die Gemeinde will drittens gegen die Bodenversiegelung auf Rasengittersteine umsteigen bzw. mit PV-Anlagen — überdachen. Aber was tun, wenn der Strom ausfällt: In Gampern hat man deshalb viertens einen Blackout-Plan entwickelt, in den kommenden Monaten werde man die Bevölkerung informieren, so Bgm. Jürgen Lachinger.

Alternative Mobilität

Ein weiteres Megathema auf der kommunalen Ebene ist die Mobilität: Hier will Gampern neben dem Ausbau des Radwegenetzes auch ein Öffi-Angebot etablieren. Eine Maßnahme ist, dass ab Dezember 2023 der beim Kreisverkehr Hörgattern eine Nahverkehrsdrehscheibe errichtet wird. Verkehr sei auf kommunaler Ebene immer ein Aufreger-Thema, Stichwort Tempolimits, aber es gelte Alternativen aufzuzeigen, so die FH-Professorin.

Ebenfalls in den zehn Punkten ist formuliert, dass 85 Prozent der Gemeindefläche in Gampern für die Land- und Forstwirtschaft erhalten bleiben sollen. Und Schwerpunkte hat man bereits beim Sport, den Vereinen und dem Kulturangebot gesetzt.

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