Kostbarkeiten, abseits des Mainstreams

Bruckner Orchester startet im November neue „Glanzstücke“-Reihe

Das passt: Das Bruckner Orchester unter Markus Poschner im Brucknerhaus
Das passt: Das Bruckner Orchester unter Markus Poschner im Brucknerhaus © R. Winkler

„Es sind Kostbarkeiten, die nicht unbedingt auf der Hauptstraße, dem Mainstream, liegen.“ Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchesters (BOL), hat das Programm für die Konzertreihe „Glanzstücke mit dem Bruckner Orchester Linz“ im Brucknerhaus mit Bedacht gewählt. „Es ist ein ganz persönliches Programm durch die Musikgeschichte.“

Die Reihe startet am 17. November mit einem „kleinen Stoßgebet“, so Poschner: Giuseppe Verdis Ouvertüre „La forza del destino“, zu Deutsch „Die Macht des Schicksals“. „Nach zwei Jahren Pandemie spüre ich jetzt wieder ein Vertrauen des Publikums. Es gibt einen unglaublich großen Bedarf an öffentlichem Leben.“

Neben dem Bruckner Orchester unter seinem Chefdirigenten wird Kirill Gerstein am Klavier zu hören sein und neben Verdi bietet der Abend zwei Klavier-Konzerte von Maurice Ravel und „Aus Italien. Symphonische Phantasie“ von Richard Strauss.

„Diese Glanzstücke werden von einem Glanzstück unseres Landes präsentiert“, freut sich auch Landeshauptmann Thomas Stelzer über den Konzert-Reigen und weist dabei auf die gewaltige Dichte und Leistung, die das Bruckner Orchester bewältigt, hin.

Die „Glanzstücke“-Reihe wurde im Jänner 2020 aus der Taufe gehoben, Corona-bedingt konnten jedoch noch nie alle Konzerte gespielt werden. Dennoch, so der kaufmännische Vorstandsdirektor der OÖ Theater- und Orchester GmbH Thomas Königstorfer, bewege man sich auf eine durchschnittliche Auslastung von 90 Prozent zu.

Unterstützend erneut mit an Bord ist die Oberösterreichische Versicherung AG, deren Generaldirektor Othmar Nagl sich begeistert von Poschners Auswahl für die heurige Ausgabe zeigt.

Eine Uraufführung und sich spiegelnde Werke

Am 11. Jänner 2023 leitet Bruno Weil das Bruckner Orchester, Werke von Johann Adam Hiller, Mozart und Max Reger werden gegeben, am Klavier Peter Lang. Béla Bartók und Bohuslav Martinu gehört der Abend des 16. März 2023, wenn die Gastdirigentin Giedre Slekyte dem BOL vorsteht. Das Konzert am 30. April 2023 steht wieder unter Poschners Dirigat, der verspricht: „Das hat’s in sich!“ Eingebettet in zwei ganz große Werke, die kaum je an einem Abend gespielt werden — obwohl sie, so Poschner, einen starken Magnetismus aufeinander ausüben, sich spiegeln — geben das BOL, Thomas Gould (Violine) und Bernhard Schimpelsberger (Percussion) die Uraufführung des Violinkonzerts „NoWhere NowHere“ von Johannes Berauer. Starten wird der Abend mit Ravels „La Valse — Poème chorégraphique“, schließen mit Stravinskys „Le sacre du printemps“.

Das finale „Glanzstücke“- Konzert findet am 29. Juni statt. Noch einmal spielt das BOL unter seinem Chefdirigenten — und zwar die Jupiter-Sinfonie von Mozart, Richard Strauss’ Konzert für Horn und Orchester und ein Konzert für Orchester von Witold Lutoslawski.

Umrahmt werden alle Konzerte von einer Einführung jeweils 45 Minuten vor Beginn, mit ausgewählten „Kost-Proben“ gewährt Poschner Einblicke in die Probenarbeit.

Infos und Karten: landestheater-linz.at Tel.: 0732/7611-400

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