Kramer hebt nur auf Schanze ab: „Kleine Schritte für große Erfolge“

ÖSV-Shootingstar große Favoritin für das Triple in Hinzenbach

In dieser Saison durfte Marita Kramer nach der Landung schon drei Mal über einen Sieg jubeln.
In dieser Saison durfte Marita Kramer nach der Landung schon drei Mal über einen Sieg jubeln. © APA/Hochmuth

„Wenn’s laft, dann laft’s“, pflegte der legendäre ÖSV-Alpin-Star Rudi Nierlich immer zu sagen.

Und kein Spruch passt im Skisprungzirkus aktuell besser zum Norweger Halvor Egner Granerud und sein Pendant bei den Damen — Österreichs Youngster Marita Kramer, die drei der vier Saisonbewerbe gewonnen hat. „Auch wenn ich den Tisch nicht treffe, geht es weit. Ich brauche nicht viel nachdenken“, beschreibt die 19-Jährige ihre aktuelle Leichtigkeit.

Hölzl zieht den Hut

Eine Tatsache, um die sie ihre Teamkolleginnen zwar mit Sicherheit beneiden, trotzdem wird ihr der Erfolg mehr als gegönnt — eines der Geheimnisse für den mannschaftlichen Erfolg und die Entwicklung des Damen-Teams. „Hut ab, ich freue mich mit ihr“, meinte etwa Chiara Hölzl. Die 23-Jährige war im Vorjahr so richtig im „Flow“. „Sie soll den Rummel genießen, denn es kann schnell anders werden“, lautete ihr Tipp für die jüngere Teamkollegin „Sara“.

Diese fühlt sich auf hohen Plattformen zwar unwohl, beim Skispringen vergisst sie aber ihre Höhenangst. Unter Druck setzen will sich die Salzburgerin vor dem Hinzenbach-Triple nicht, auch wenn sie als Favoritin in das erste Springen (Freitag 5.2., 13.30/live ORF 1) geht.

Kramer zeigt trotz ihres jungen Alters schon große Reife. „Erfolge sind keine Selbstverständlichkeit“, ist sich die gebürtige Niederländerin bewusst. Sie wolle weiter „kleine Schritte für die großen Erfolge“ gehen. Auf diese Weise geerdet, dürfen die Fans auf noch viele weite Sprünge hoffen — die nächsten wohl schon in Hinzenbach, denn „wenn’s laft, dann laft’s“ …

Schlierenzauer trainiert

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Davon kann bei den ÖSV-Herren noch keine Rede sein. Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg gibt es am Wochenende in Klingenthal (D). Gregor Schlierenzauer ist nicht im Sextett, das die heutige Quali (13) in Angriff nimmt. Der Tiroler springt auch nicht im Continentalcup, sondern versucht sich im Training in Form zu bringen, um doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen.

Von Tobias Hörtenhuber

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