Kramer in Lillehammer nur von Althaus geschlagen

Sara Marita Kramer muss auf ihren zehnten Skisprung-Weltcupsieg noch warten. Die 20-jährige Salzburgerin musste sich am Samstag beim dritten Saisonbewerb in Lillehammer nach Sprüngen auf 95 sowie 95,5 Meter mit 273,2 Punkten nur der Deutschen Katharina Althaus (278,1) geschlagen geben, die schon nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen war. Nach ihrem Erfolg zum Auftakt in Nischnij Tagil landete Kramer damit zum zweiten Mal in dieses Saison auf dem Podest.

Damit schnappte sich die Beste der Qualifikation mit 230 Punkten auch die Führung im Gesamtweltcup von der diesmal nur neuntplatzierten Slowenin Ema Klinec (209). Dritte ist Althaus (205). Die 25-Jährige sicherte dem deutschen Team den ersten Einzelsieg seit Juliane Seyfarth am 23. März 2019 in Russland. Auf Rang drei landete die Slowenin Ursa Bogataj (272,3). Mit Daniela Iraschko-Stolz (7./249,8), Eva Pinkelnig (8./243,8) und Lisa Eder (10./231,6) landeten drei weitere ÖSV-Athletinnen unter den Top Ten.

Kramer ortete noch einiges an Verbesserungspotenzial. „Es war ein bisschen zach, ich habe nicht das Gefühl gefunden, dass ich die Lockerheit habe, die simplen Sprünge runterzubringen. Es war ein bisschen verkrampft und viel zum Nachdenken“, resümierte Österreichs Nummer eins. Auch deshalb war sie allerdings „sehr zufrieden“ mit Rang zwei. „Es war ein cooler Wettkampf, alles eng beieinander. Ich bin froh, dass ich, obwohl es schwierig war, trotzdem noch Zweite geworden bin.“

Am Sonntag (17.30 Uhr) will sie das Gefühl des Siegens wieder auskosten, ganz oben stehen. Saisonbewerb Nummer vier geht von der Großschanze über die Bühne. „Ich hoffe, dass wieder eine Selbstverständlichkeit reinkommt und es lockerer von der Hand geht“, sagte Kramer. Grundsätzlich tauge ihr der Sprung vom großen Bakken mehr als von der 90er. „Da muss man einen besseren Absprung haben, da zählt das Fliegen mehr. Hoffentlich kann ich meine Fliegerqualitäten auspacken.“

Auch Iraschko-Stolz, die im ersten Springen in Nischnij Tagil als Dritte aufgezeigt hatte, will im Klassement einen Sprung nach vorne machen. Was sie dafür ändern muss, weiß sie genau. „Einmal war das Timing nicht so richtig, beim Zweiten die Skiführung nicht so sauber. Du darfst dir keinen Fehler leisten, denn dann bist du gleich fünf Meter hinten.“ Grundsätzlich sieht sich die 38-Jährige auf dem richtigen Weg: „Die Idee, die ich verfolge, war ganz gut. Es macht Spaß, es geht was weiter.“

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