Kriechmayr im Val d’Isere-Abschlusstraining mit Bestzeit

Im Abschlusstraining für die Ski-Weltcup-Abfahrt in Val d’Isere hat Vincent Kriechmayr eine klare Bestzeit aufgestellt. Der 29-Jährige war am Freitag 0,66 Sekunden schneller als der Norweger Aleksander Aamodt Kilde. Sein oberösterreichischer Landsmann Daniel Hemetsberger belegte mit Startnummer 50 und 1,11 Sekunden Rückstand erneut Platz fünf. Nicht ins Ziel kam Doppel-Olympiasieger Matthias Mayer, der eine Schrecksekunde unbeschadet überstand.

„Man darf ein schlechtes Training nicht überbewerten, und man darf ein gutes Training nicht überbewerten“, meinte Kriechmayr im Anschluss. „Es ist nicht schlecht, aber es gibt schon noch ein paar Sachen, die ich vielleicht ein bisschen besser fahren kann.“ Die erste Abfahrt in diesem Wettkampf-Winter findet am Sonntag statt, schon am Samstag (10.30 Uhr/beide live ORF 1) steigt der Super-G. Kriechmayr scheint für den Auftakt jedenfalls gut gerüstet zu sein.

Hemetsberger freute sich über einen weiteren, für ihn überraschenden fünften Platz. „Ich war nach der gestrigen Fahrt ein bisschen angeschlagen, und das war heute vor der Fahrt auch nicht gerade besser. Deswegen bin ich unten bewusst eine sehr hohe Position gefahren“, verriet er. Klingendere Namen ließ er trotzdem hinter sich: Kjetil Jansrud hatte als Neunter mit 1,27 Sekunden Rückstand, Beat Feuz und Dominik Paris landeten zeitgleich auf dem 41. Platz (+2,91).

Im Weltcup hat Hemetsberger als bisher einziges Resultat einen 15. Platz 2020 in Kvitfjell zu Buche stehen. Mit einem Topergebnis am Sonntag wollte der 29-Jährige nur aufgrund der Trainingsleistungen nicht spekulieren. „Es sind noch immer nur Trainings, davon kann man sich nichts kaufen.“ Viele Routiniers hätten ihre Karten noch nicht aufgedeckt. Er habe sich vorgenommen, unter die besten 20 zu fahren. „Das ist auch ein realistisches Ziel.“

Daniel Danklmaier wurde 17., Christopher Neumayer zementierte mit Platz 19 seinen Startplatz für Sonntag ein. Max Franz und Hannes Reichelt waren ex aequo 23., die übrigen Österreicher klassierten sich mit teils großem Rückstand außerhalb der ersten 30. „Jeder Lauf ist ein Lernprozess und hilft mir zurückzukommen“, sagte Reichelt, dem laut eigener Aussage noch die Selbstverständlichkeit fehlt. „Es heißt einfach, step by step weiterarbeiten und im Rennen ein bissl die Rennsau rauslassen.“

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Mayer hatte bei seinem Sturz im unteren Streckenabschnitt bei über 100 km/h Glück, dass er heil davonkam. „Ich bin zu gerade in die Kurve reingefahren. Es waren so leichte Schläge beim Tor, dadurch bin ich ein bissl zu weit geworden, das Netz war sehr schnell da. Ich habe nicht mehr bremsen können“, berichtete der Kärntner, der bis dahin gut unterwegs war.

Bis zum Super-G am Samstag sollten laut Wettervorhersage noch einige Zentimeter Neuschnee niedergehen. „Das sehen wir dann morgen eh. Wenn es zu viel ist, wird es sicherlich Verschiebungen geben, was ich aber nicht hoffe. Ich denke, das werden sie schon gut durchboxen“, betonte Mayer.

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