Kriminalität ist die größte Sorge der oö. Senioren

Generation 60plus sieht unmittelbarer Zukunft zuversichtlich entgegen

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V. l.: SB-Gf Franz Ebner, Josef Pühringer, Imas-Chef Paul Eiselsberg © OÖ Seniorenbund

LINZ – Nicht vor einer Unfinanzierbarkeit der Pensionen haben die oö. Senioren die größte Angst. Vielmehr bereitet laut einer Imas-Umfrage die hohe Kriminalität 73 Prozent der Generation 60plus im Land ob der Enns sehr starke bzw. 34 Prozent einigermaßen starke Sorgen. Sorgenfalten bereiten weiters 69 Prozent der Flüchtlingsstrom und die Zuwanderung, gefolgt von der Frage, ob man in einem schweren Krankheitsfall ärztlich gut versorgt wäre (56 Prozent). Die Sicherheit der Pensionen liegt im Ranking der Sorgen nur im Mittelfeld (31 Prozent). Lediglich 21 Prozent der Generation 60plus hat dagegen Angst, am Lebensabend sinnvolle Betätigungsfelder zu finden.

„Mit mehr Polizisten alleine wird sich die Angst der Senioren vor der Kriminalität nicht entschärfen lassen. Der OÖ. Seniorenbund wird daher gemeinsam mit Experten Vorträge und Seminare abhalten, wie ältere Menschen etwa ihre Wohnung sicherer machen können oder sich richtig verhalten“, betonte am Dienstag Landesobmann LH a. D. Josef Pühringer. Bezüglich der Ängste vor Flüchtlingen betonte er, dass die Generation 60plus bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise vorbildlich engagiert war.

Zuversicht nimmt mit höherem Alter ab

Wie weiters aus der Imas-Umfrage hervorgeht, blicken 52 Prozent der Senioren den kommenden zwölf Monaten mit Optimismus entgegen. Die älteren Oberösterreicher sind damit die zuversichtlichste Bevölkerungsgruppe – der Durchschnittswert beträgt 33 Prozent –, wobei die Zukunftserwartung dann mit steigenden Alter sinkt. Außerdem wird die langfristige Zukunft pessimistischer gesehen: Nur mehr 33 Prozent geben an, für die kommenden sieben bis neun Jahre eine zuversichtliche Einstellung zu haben.

Das größte Interesse rufen bei den Senioren mit 91 Prozent die Themen Gesundheit und Gesundheitsvorsorge. Für Sicherheit in Haus und Wohnung interessieren sich 86 Prozent, gefolgt von Pflege und Betreuung mit 80 Prozent.

Die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) leben mit ihrem Partner, den Kindern bzw. der Familie zusammen. Knapp zwei Fünftel leben alleine und nur fünf Prozent in einer Wohngemeinschaft oder in einem Pflege- oder Altersheim.

hw