Krise: Mehr private Krankenversicherungen

Anbieter wollen etwa mit eigenständiger Zahnzusatzversicherung punkten

Ein Zahnersatz kann kostspielig werden.
Ein Zahnersatz kann kostspielig werden. © Friends Stock - stock.adobe.com

Die Corona-Pandemie dürfte bei einigen Mitbürgern das Bewusstsein für die Bedeutung der eigenen Gesundheit gestärkt haben. Darauf lassen zumindest Daten aus einer Umfrage der Vergleichsplattform durchblicker.at schließen.

Demnach besitzen aktuell bereits 31 Prozent der Österreicher eine private Zusatzversicherung. 9 Prozent davon haben ihren Vertrag erst im Vorjahr abgeschlossen, wird berichtet.

„38 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Vertrauen in das öffentliche Gesundheitswesen durch die Krise gesunken ist. Das Interesse an privaten Zusatzversicherungen hat sich dadurch deutlich erhöht. Das zeigt nicht nur unsere Umfrage, sondern hören wir auch in Gesprächen mit den Krankenversicherungen. Freie Arztwahl, kürzere Wartezeiten, dafür mehr Zeit für die Behandlung und ein sicheres Krankenhausbett im Ein- oder Zweibettzimmer, wenn man eines braucht, sind derzeit die Hauptgründe für eine Zusatzversicherung“, so Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at.

Die Kosten für eine Zusatzversicherung seien beträchtlich, würden aber stark variieren, betont er.

Teurer Zahnersatz

Im Bereich der Zusatzversicherung prescht aktuell die Ergo Versicherung vor. Sie bringt erstmals eine eigenständige Zahnersatzversicherung auf den Markt, für die keine weitere private Krankenversicherung nötig ist. Man will damit einen Markt ausbauen, mit dem man in Deutschland schon breit aufgestellt ist und den man dort auch groß bewirbt.

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„Die Ergo Krankenversicherung AG ist führend in der Zahnzusatzversicherung am deutschen Markt mit über drei Millionen Versicherten“, betont man gegenüber dem VOLKSBLATT.

In Österreich hat Ergo aktuell 787.000 Kunden im Bereich Schaden-/ Unfallversicherung sowie rund 620.000 in der Sparte Lebensversicherung. Bei der Zahnersatzversicherung liegt die Jahreshöchstleistung durch den Versicherer bei 3000 Euro, bei der Prämienbemessung verzichtet man auf vorherige gesundheitliche Abklärungen.

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